Archive for September, 2011

U.S. Politiker geben Full Tilt Spenden zurück

Friday, September 23rd, 2011

Einige US-Politiker gaben bekannt, Wahlkampfspenden, die sie von Full Tilt Poker erhalten haben, zurückzugeben.

Massachusetts Kongressabgeordneter und Poker-Beführworter Barney Frank bekam seit 2007 18.600 US$ von Full Tilt Poker. Frank bekam weitere 14.000 US$ von der Poker Players Alliance, welche dafür bekannt war, finanziell von dem angeschlagenen Pokerraum unterstützt zu werden. Der Abgeordnete sagte, er würde nach Wegen suchen, dass Geld denen zu geben die betrogen wurden, und sollte dies nicht klappen, würde er das Geld wohltätigen Zwecken spenden.

Die Republikaner haben die Möglichkeit Frank Namen in den Schmutz zu ziehen nicht verstreichen lassen. Tim Buckley der GOP-Sprecher sagte: „Es scheint als wäre Mr. Frank ein weiterer Kongressabgeordneter, der bereit ist, sich mit Kriminellen abzugeben.“

Nach Angaben von Jon Ralston auf Twitter, kommentierte ein Sprecher von Senator Harry Reid: „Wir werden die Spenden die mit Full Tilt Poker so schnell wie möglich loswerden.“

Der Boston Globe berichtete, dass Howard Lederer, Chris Ferguson und Rafe Furst seit 2007 insgesamt 131.000 US$ an Demokraten und 42.000 US$ an Republikaner gespendet haben. Die Poker Players Alliance bekam 90.000 US$ von dem Trio, etwa ein Drittel ihres Budgets in dieser Zeit.

Epic Poker League verbannt Lederer und Ferguson

Friday, September 23rd, 2011

Das Epic Poker League Standards and Conduct Komitee gab heute den unbefristeten Ausschluss der Liga Mitglieder Chris Ferguson und Howard Lederer bekannt, abhängend vom Ergebnis der Untersuchung des US-Justizministeriums üb ihre Rolle als Direktoren von Full Tilt Poker.

Der Ausschluss war das Ergebnis einer Abstimmung des Komitees. Auf der Webseite der EPL wird darauf hingewiesen, dass EPL Gründerin und Schwester von Lederer, Annie Duke, kein Stimmrecht in diesem Komitee habe und sich an Entscheidungen oder Diskussionen des Komitees nicht beteiligen würde.

Ich sprach mit dem neusten EPL-Champion Mike McDonald, einem der acht EPL Standards and Conduct Committee Mitglieder, welcher mir erklärte wie das Komitee zu dieser Entscheidung gelangt wäre: „Das Komitee hat das Problem besprochen, jeder hat seine Meinung geäußert, wie besprachen alle Alternativen und machten eine Abstimmung darüber, was getan werden sollte.“ McDonald gab an, dass eine einfache Mehrheit ausreicht, um einen Spieler auszuschließen und dass nur vier Spieler zusammen kamen, um Lederers und Fergusons Schicksal zu besprechen. Auf der EPL-Webseite heißt es, dass Komiteemitglied und Team Full Tilt Pro Andy Bloch sich selbst von der Diskussion des Themas ausgeschlossen habe.

Lederer und Ferguson auszuschließen, war ein schlauer Schachzug von der EPL. Beide werden in naher Zukunft an keinem Turnier der EPL teilnehmen, daher ändert sich hier sowieso nichts, aber die EPL behält ihre Integrität, indem sie den Männern keinen Freifahrtsschein für ihre Rolle beim Untergang von Full Tilt, nachdem die EPL ihren Verhaltenskodex bereits rigoros bei einem verurteilten Kinderschänder (Michael DiVita) und einem Spieler mit großen Schulden in der Pokerwelt (Chino Rheem) umgesetzt haben.

Rafe Furst kommentiert Full Tilt Anschuldigungen

Friday, September 23rd, 2011

Rafe Furst, ein Besitzer und Direktor von Full Tilt, wie das US-Justizministerium behauptet, hat heute ein Statement auf seinem Blog veröffentlicht. Hier das gesamte Statement.

Rafe hat mit einer Sache recht, er hat ein Anrecht darauf, dass er als unschuldig gilt, bis seine Schuld bewiesen ist. Das amerikanische Justizsystem basiert auf der Unschuldsvermutung und es sollte auch auf alle Full Tilt Angeklagten angewendet werden, bis die Regierung ihren Fall vor Gericht belegen kann.

Jedoch erscheint es zumindest ein wenig dreist von Furst ein Statement zu diesem Zeitpunkt herauszugeben, welches mehr oder weniger darauf abzielt Mitleid von den Massen zu bekommen, während er keinerlei Worte an jene richtet, deren Lebensumstände von der schlecht geführten Firma an der er viel verdient hat, beeinflusst wurden. Vielleicht ist Furst völlig unschuldig. Aber selbst wenn dem so wäre, wäre es schlau von ihm gewesen irgendeine Art von Entschuldigung oder Sympathiebekundung an die Pokerspieler zu richten, die insgesamt an mehr als 300 Millionen US$ nicht heran kommen wegen Full Tilts Praktiken.

USA bezeichnen Full Tilt Poker als ein Schneeballsystem

Wednesday, September 21st, 2011

An einem Tag, von dem viele hofften er würde, Informationen über die Full Tilt Poker Anhörung mit ihrem Glücksspiellizenzgebern, Alderney Gambling Control Commission (AGCC), zu Tage bringen, beschuldigte das amerikanische Justizministerium (Department of Justice; kurz: DOJ) Full Tilt Poker ein „weltweites Schneeballsystem“ zu betreiben.

Nach Angaben des Wall Street Journals, hat „der US Staatsanwalt im südlichen Distrikt von New Jersey am Dienstag einen Antrag darauf gestellt, eine frühere Zivilklage gegen Mr. Ferguson, Mr. Lederer und zwei weitere Direktoren der Webseite Full Tilt Poker zu erweitern, und wirft ihnen vor ein Schneeballsystem betrieben zu haben, welches der Firma erlaubt hat, 444 Millionen US$ an sich selbst und andere Besitzer auszuzahlen, unter anderem auch andere bekannte Pokerspieler.“

Subject: Poker gibt an, dass die beiden anderen Direktoren Rafe Furst und Ray Bintar wären.

Die Regierung behauptet in der Anklageschrift, das die Firma fälschlicherweise behauptet haben, die Spielergelder wären sicher, obwohl sie in Wirklichkeit als Gewinn an die Betreiber verteilt wurden. „Full Tilt war keine legitime Pokerfirma, sondern ein weltweites Schneeballsystem“, sagte Preet-Bharara, US Staatsanwalt des Southern District, in einem Statement.

Ein Memorandum, welches die Änderungen des DOJ zusammenfast, besagt, das Full Tilts Aufsichtsrat, angeblich Ray Bitar, Howard Lederer, Chris Ferguson und Rafe Furst sich selbst und anderen Besitzern „etwa $443,860,529.89″ zwischen April 2007 und April 2010 ausgezahlt haben.

In diesem Statement sagt Mr. Bharara, dass Full Tilt „seine eigenen Spieler in der Höhe von hunderten Millionen Dollar betrogen und ausgenutzt habe“, und dass „Insider sich die Taschen mit den Geldern ihrer loyalsten Kunden gefüllt hätten, während sie unbekümmert ihre Kunden und die Öffentlichkeit über die Sicherheit der Einzahlungen bei der Firma angelogen haben.”

Ein Grund, warum dieses Update wichtig ist, ist, dass Howard Lederer und Chris Ferguson bisher nicht offiziell von der Regierung angezweifelt wurden. Bei urpsrünglichen Black Friday Vorfall, wurden nur Ray Bitar und Nelson Burtnick vom Full Tilt Camp genannt.

Die erweiterte Zivilklage besagt, dass Howard Lederer 42 Millionen US$ aus dem Schneeballsystem bekommen habe, und dass Ferguson, Bitar und Furst 85 Millionen, 41 Millionen sowie 12 Millionen jeweils bekommen hätten. Das Dokument besagt, dass 19 weitere Besitzer den Rest der 443 Millionen bekommen hätten, inklusive einem Besitzer (Phil Ivey?), welcher 40 Millionen sowie mehrere weitere Millionen, welche als Darlehen von Full Tilt bezeichnet wurden. Schätzungsweise 4,4 Millionen dieser Darlehen wurden nicht bezahlt.

Die Klage besagt außerdem, dass „zum Stand des 31. März 2011, Full Tilt Poker schätzungsweise 390 Millionen US$ seinen Spielern auf der ganzen Welt schuldet, inklusive 150 Millionen US$ Schulden bei Spielern aus Amerika. Zu diesem Zeitpunkt hatte Full Tilt Poker nur etwa 60 Millionen an Einzahlungen auf ihren Bankkonten.“

Ebenfalls genannt in der Anklage wird eine E-Mail datiert auf den 12. Juni 2011 von Ray Bitar, in welcher er seine Sorge über die Bekanntgabe der Stellenstreichungen der Firma zum Ausdruck bringt, indem er sagt, dies könnte „einen neuen Lauf zur Bank“ bedeuten, und dass „wir nicht mal einen 5 Millionen Lauf tragen können.“

Neues Full Tilt Statement: Fehlbetrag größer als erwartet

Saturday, September 3rd, 2011

Kürzlich schrieb Subject: Poker, dass Full Tilt Pokers $60 Million Fehlbetrag an Einzahlungen, die Summe an Einzahlungen von vor Monaten die Full Tilt nicht einkassieren konnte, in Wirklichkeit näher an $128 Million liegt. Der Fehlbetrag kommt daher, dass Full Tilt Einzahlungen sofort gutgeschrieben wurden, obwohl die Seite aufgrund von Problemen mit den Zahlungsdienstleistern nicht in der Lage war, das Geld von ihren Kunden zu bekommen. Praktisch hat die Seite ihren Kunden 128 Millionen US$ geliehen, unter der Annahme sie würden das Geld später kassieren können.

Es ist unwahrscheinlich, dass Full Tilt diese Gelder einkassieren kann. Subject: Poker weißt darauf hin, dass die Seite eine Abmachung mit dem amerikanischen Justiz Ministerium (Department of Justice; DOJ) getroffen hat, die besagt sie würden keine Gelder von amerikanischen Spielern mehr annehmen. Die Schulden sind zwischen 4 Monaten und einem Jahr lat. Die meisten Spieler wissen nicht einmal, dass sie der Seite Geld schulden. Also, selbst wenn es die Probleme mit dem Justiz Ministerium nicht gäbe, hätte die Seite sicher ein Problem Geld von vor Monaten von den Konten ihrer Kunden einzutreiben.

Vor ein paar Tagen hat Full Tilt ihr zweites Statement in zwei Wochen veröffentlicht. Hier das gesamte Statement:

As is obvious from the events that have transpired since April 15th, Full Tilt Poker was not prepared for the far-reaching, US government enforcement effort of Black Friday.

The events of Black Friday came on the heels of prior government enforcement activities and significant theft. Over the two years preceding Black Friday, the US government seized approximately $115M of player funds located in U.S. banks. While we believed that offering peer-to-peer online poker did not violate any federal laws—a belief supported by many solid and well-reasoned legal opinions — the DOJ took a different view. In addition, as was widely reported, a key payment processor stole approximately $42M from Full Tilt Poker. Until April 15th, Full Tilt Poker had always covered these losses so that no player was ever affected. Finally, during late 2010 and early 2011, Full Tilt Poker experienced unprecedented issues with some of its third-party processors that greatly contributed to its financial problems. While the company was on its way to addressing the problems caused by these processors, Full Tilt Poker never anticipated that the DOJ would proceed as it did by seizing our global domain name and shutting down the site worldwide.

Over the last four months, Full Tilt Poker has been actively exploring opportunities with outside investors in order to stabilize the company and pay back our players. At least six of those groups, including hedge funds, operators of other internet businesses and individual investors, have visited Dublin to inspect the operation. We have recently engaged an additional financial advisor through an investment banking group to assist us in our search for an infusion of cash as well as a new management team to restore the site and repay players. While any deal of this nature is necessarily complex given the current regulatory environment, our players should know that Full Tilt Poker is fully committed to paying them back in full and restoring confidence in our operations.

Dieses Statement ist immer noch stark von Anti-DOJ Rhetorik geprägt. Offensichtlich hofft Full Tilt, den Zorn der Spieler wegen der finanziellen Probleme der Seite auf das amerikanische Justiz Ministerium zu lenken. Aber man muss nur auf PokerStars schauen, um zu sehen, dass die Handlungen des DOJ nicht notwendigerweise dazu führen, dass Spieler Gelder verschwinden.

Je mehr Zeit verstreicht, desto offensichtlicher wird es, dass Full Tilt ein unfähiges Unternehmen ist, ein gigantisches Kartenhaus. Merkwürdigerweise sind die ausstehenden Geldbeträge der Spieler nicht wirklich ausstehend. Sie waren die ganze Zeit auf den Konten der Spieler. Obwohl dies toll für jemanden ist, der 50 $ eingezahlt und diese verloren hat, ist dies schrecklich für alle die wenig eingezahlt und viel gewonnen haben. Diese hart erkämpften Gewinne könnten sich als Illusion entpuppen.