Archive for October, 2011

Al Krux wegen Besitzes von 25 Pfund Marihuana verhaftet

Saturday, October 29th, 2011

Der Pokerprofi Al Krux und sein Sohn Adam wurden kürzlich wegen Marihuana besitz verhaftet. Nach Angaben von Syracuse.com waren die Beiden im Besitz von insgesamt 40 Pfund Marihuana. Weitere 90 Marijuana Pflanzen und 5.000 US$ Bargeld wurden bei einer Durchsuchung von Adam Kruxs Haus gefunden. Der Straßenpreis für den Fund liegt bei etwa 200.000 US$.

CNYCentral.com berichtet, dass die Polizei aufgrund von Tipps seiner Nachbarn auf Krux aufmerksam wurde.

Der Fall wurde im letzten Monat untersucht. Bei der Festnahme fand die Polizei 25 Pfund Marihuana in seinem Auto. Adam Krux wurde mit 15 Pfund festgenommen. Beide Männer werden festgehalten und die Kaution wurde auf 20.000 US$ pro Person festgesetzt.

Al Krux hat eine lange Geschichte in der Pokerwelt, seit er 1981 zum ersten mal bei einem WSOp Event ins Geld kam. 1994 wurde er Fünfter am Finaltisch es WSOP Main Events. Russ Hamilton gewann damals das Turnier. Krux gewann 1996 ein Bracelet im 1.500 $ PL Hold‘em Event. Am bekanntesten ist er vermutlich für seinen Auftritt am WSOP ME Finaltisch von 2004, wo er 6. wurde und 800.000 US$ gewann. Krux wurde vom amerikanischen Sportsender ESPN als lebenslanger Zocker und Familienmensch dargestellt, der das Turnier gewinnen wollte, um seiner Familie ein Geschenk zu machen, als Ausgleich für die vielen Jahre mit unstetem Einkommen. Nachdem er herausgeflogen war, tröstete Dan Harrington ihn damit, dass ein 8. Platz 2004 ein genauso großer Erfolg wäre, wie das Turnier in den 1990ern zu gewinnen.

Krux kam bei der WSOp 5-mal ins Geld seit dem Main Event 2004, aber alles relativ bescheidene Gewinne.

Neue Sammelklage gegen Full Tilt

Tuesday, October 25th, 2011

Die Los Angeles Times berichtet, dass eine weitere Sammelklage gegen Full Tilt eingereicht wurde.

Die L.A. Einwohner Lary Kennedy und Greg Omotoy haben am Kalifornischen Bundesgericht eine Klage eingereicht, in der sie 900 Millionen US$ an Schadenseratz fordern. Sie bezichtigen die Seite des Betrugs, ungerechtfertigte Bereicherung, „einem Muster an Gaunereien“, „dreister Geldwäsche“ und mehr. Die Klage nennt Ray Bitar, Howard Lederer, Chris Ferguson aber auch Poker-Promis wie Phil Ivey und Gus Hansen, da diese der Seite vermeintlich bei der „Förderung und dem Anziehen neuer Spieler“ geholfen hätten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Kennedy und Omotoy Full Tilt verklagen. 2009 verklagte das Duo die Seite, um 80.000 US$ wieder zu bekommen, welche die Seite konfisziert hatte, nachdem sie den beiden vorwarf, sie würden Bots benutzen und mehrere Accounts nutzen. Die Klage wurde ein Jahr später von einem US Bezirksrichter abgelehnt.

Full Tilt sieht sich gegenwärtig einiger Klagen ausgesetzt, inklusive einer Klage des Bezirksstaatsanwalts des Southern District of New York, einer Sammelklage des Pokerspielers Todd Terry und anderer, einer Klage vor einem kanadischen Gericht von einer Verbraucherschutzorganisation und einer Klage von einer Softwarefirma, die Full Tilt und PokerStars beschuldigt, sie aus Verträgen gedrängt zu haben, und Fernsehsendern Softwareunterstützung bei Pokerübertragungen zu liefern.

Keine der anderen Klagen versucht auch nur annährend so viel Geld zu bekommen wie Sammelklage von Kennedy und Omotoy. Wie diese neue Klage den angeblichen Deal zwischen Full Tilt und den französischen Investoren Groupe Bernard Tapie betrifft, bleibt abzuwarten.

Beim Full Tilt Aufkauf könnten Spieler Anteile am Kapital bekommen und die jetzigen Besitzer könnten Investoren werden

Wednesday, October 5th, 2011

Nach Angaben des Wall Street Journals könnte der geplante Kauf von Full Tilt durch eine Gruppe von französischen Investoren zur Folge haben, dass Spieler, denen FTP am meisten Geld schuldet, Anteile am Firmenkapital bekommen könnten. Das Journal berichtet weiter, dass die französischen Investoren versuchen, könnten die jetzigen Full Tilt Besitzer als Investoren ins Boot zu holen. Jedoch wäre keiner der jetzigen Besitzer in Zukunft beim Management der Firma beteiligt.

Beide Enthüllungen sind ein Anzeichen dafür, dass der französische Aufkauf kein blitzsauberer Prozess sein wird. Mitglieder der Pokergemeinschaft hofften auf einen Investor, der den Spieler einen Check ausstellen würde, um Spielern ihr Geld zu geben und die Geldstrafen an das DOJ zu begleichen, um die Seite zu erwerben. Der Deal mit den französischen Investoren scheint nicht von dieser Art sein.

Indem man Spielern mit großen Beträgen auf Full Tilt einen Prozentsatz vom Wert des Firmenkapitals gibt, müssen die Investoren weniger Kapital selber aufbringen. Statt den gesamten Preis für die Seite zu bezahlen, versuchen sie offensichtlich weniger Kapital einzubringen und den Spielern stattdessen Anteile zu geben. Aus Sicht der Spieler ist dies weniger wünschenswert, als einfach ausbezahlt zu werden. Statt einfach ihr Geld zu bekommen, werden diese Speiler in eine Position gebracht, in der sie auf den Erfolg der Seite hoffen müssen, damit sie irgendwann ihr Geld von der Seite wiederbekommen. Der Plan mit den Anteilen muss erst vom DOJ genehmigt werden.

Das DOJ müsste auch zustimmen, dass die jetzigen Besitzer Kapital in die neue Firma investieren dürfen. Dies ist ein potentiell kontroverser Aspekt dieses Angebots; die Pokerwelt fühlt sich vielleicht unbehaglich, wenn sie weiß, dass einige der Besitzer welche die Firma schon einmal an die Wand gefahren haben, an der Wiederauferstehung mitverdienen.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Enthüllungen des Wall Street Journals über die dynamik des Full Tilt Bailouts klarmachen, dass es sich um einen alles andere als idealen Plan für alle Spieler handelt, die hofften, ihr Geld bald wiederzusehen. Außerdem ist klar, dass dieser Deal noch so einige Hürden nehmen muss, bevor er gültig ist.

Full Tilt Lizenz entzogen

Saturday, October 1st, 2011

Wenig überraschend hat die Alderney Gambling Control Commission (AGCC) kürzlich Full Tilt Poker die Lizenz entzogen.

Die AGCC gab in einem Statement bekannt: „Bei einer sechstägigen Anhörung in London kam ans Licht, das FTP die AGCC grundlegend über ihre operationale Integrität getäuscht hat, indem sie wiederholt liquide Geldmittel gemeldet haben, welche heimlich von den US-Behörden konfisziert oder zurückgehalten wurden, oder anderweitig dem Betreiber nicht zur Verfügung standen. Ernsthafte Brüche der AGCC-Regulierungen inklusive Falschaussage, unautorisierter Provisionen auf Gutschriften und das Versäumnis wichtige Ereignisse zu melden.“

Sie fügten hinzu: „Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass der Entzug der Lizenz von FTP nicht bedeutet, dass diese unter neuen Besitzern und Management nicht reaktiviert werden könnte. Ungeklärte Ansprüche an FTP werden zu einem Fall für die Polizei und zivile Obrigkeiten.”

Basierend auf den neusten Beweisen der US Regierung, dass Full Tilt weit weniger Geld zur Hand hat, als sie Spielern schulden, ist es nicht überraschend, dass die AGCC sich dazu entschlossen hat, die Lizenz zu entziehen. Jedoch ist es nett, mit diesem Aspekt des Full Tilt Debakels abzuschließen. Es bleibt einem auch die Gewissheit, dass die AGCC nicht wirklich das beste Interesse der Spieler im Sinn hat, wie sie behaupten, und dass sie nicht mehr als eine Puppenorganisation im Bett mit den Onlinepokerfirmen ist (wie die Kahawake Gaming Commission, welche dies durch ihre anhaltende Unterstützung für UB, Absolute Poker und selbst Full Tilt bewiesen haben).

Diese Neuigkeiten machen Full Tilt vermutlich etwas weniger interessant für Investoren, da jeder Käufer erst eine neue Lizenz beantragen müsste.