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WSOP Wetten
THE WEEKLY SHUFFLE, 2006-06-18, von TwoGun
Das Main Event der World Series of Poker (WSOP) ist das größte und bekannteste Pokerturnier des Jahres und auf der Welt. Voraussichtlich werden über 7000 Spieler an dem Turnier teilnehmen und es werden wahrscheinlich wieder ein paar unbekannte Gesichter sein, die zu Poker-Millionären werden.
Bei einem solch großen Event gibt es immer die Möglichkeit Wetten auf die Spieler zu platzieren, d.h. es wird darum gewettet, wer der nächste WSOP Champion sein wird. Manche Sportwettenanbieter bieten alle möglichen Wetten im Zusammenhang mit der WSOP an. Fast alle (vielleicht sogar alle) Wetten sind schlechte Wetten, haben schlechte Quoten und sollten vermieden werden. Da es aber manche Leute nicht lassen können und es ja auch Spaß machen kann, wollen wir uns ein paar der populären Wetten anschauen und analysieren. Ich bin kein professioneller Poker-Handicapper, aber ich werde mein bestes geben.
Wer wird gewinnen und wer schafft es an den Endtisch der WSOP 2006
Dies ist die populärste Wette die im Internet angeboten wird. Man kann entweder darauf setzen wer der nächste WSOP Champion sein wird oder man setzt darauf, ob es jemand an den Endtisch des WSOP Main Events schafft. Fast alle populären und bekannten Pokerstars sind in den Listen der Sportwettenanbieter aufgereiht. Hier sind ein paar Beispiele für die möglichen Gewinner der WSOP 2006.
Phil Ivey 33:1
Daniel Negreanu 80:1
Dan Harrington 200:1
Chris Ferguson 500:1
Barry Greenstein 500:1
Greg Raymer 500:1
Michael Mizrachi1000:1
John Phan 1000:1
Wenn ich gezwungen wäre eine Wette zu platzieren, dann würde ich auf einen der Spieler mit einer hohen Quote setzen. Bei einer Quote von 33:1 darauf zu setzen das Phil Ivey die WSOP gewinnt, ist wohl einer der schlechtesten Wetten die man überhaupt machen kann. Die Quote ist noch nicht mal gut genug, wenn man darauf setzen würde, dass er es an den Endtisch schafft. Wenn man die Anzahl der Teilnehmer berücksichtigt, dann ist die Chance, dass Phil Ivey die WSOP gewinnt, auf keinen Fall zehn mal so hoch wie die Chance, dass jemand wie Chris Ferguson oder Greg Raymer gewinnt. Wenn ich auf einen der acht oben genannten Spieler setzen müsste, dann würde ich auf Michael Mizrachi oder John Phan setzen, die beide eine Quote von 1000:1 haben. Ich glaube zwar nicht, dass die Wette einen positiven Erwartungswert hat, aber es wäre auf alle Fälle die beste Wahl.
Das Gewinnerblatt der WSOP 2006
Royal Flush 210:1
Straight Flush 155:1
Four of a Kind 60:1
Full House 8:1
Flush 2:1
Three of a Kind 1:1
Two Pair 8:5
Pair 7:4
High Card 17:4
Diese Wetten sind die größte Abzocke. Die Quoten welche die Buchmacher herausgeben sind einfach lächerlich. Zwei der Wetten haben nur eine 1:1 Quote und es gibt nur zehn Blätter auf die man wetten kann. Es ist zwar okay spaßeshalber auf eine dieser Blätter eine Wette zu setzen, aber diese Quoten sind einfach nur Abzocke.
Geburtsort des WSOP 2006 Gewinners
U.S.A. 2:9
Rest der Welt 11:4
Dies ist eine der interessanten Wetten. Das letzte Jahr gewann die WSOP ein Australier und auch dieses Jahr wird ein großer Teil der Teilnehmer nicht aus den U.S.A. kommen. Grund dafür ist auch, dass die Anzahl der Internetqualifizierer immer weiter steigt und dadurch auch mehr Nicht-US-Bürger an der WSOP teilnehmen. Es ist für einen Nicht-US-Bürger einfacher ein WSOP Preispaket im Internet zu gewinnen, als sich selbst davon zu überzeugen tausende von Meilen nach Amerika zu fliegen und dort dann $10.000 auf den Tisch zu legen, nur um ein kleine Chance zu haben Geld zu gewinnen.
Ich würde auf alle Fälle nicht auf U.S.A. setzen. Würde eine Quote von 9:2 auf den Rest der Welt angeboten werden, würde ich sofort eine Wette platzieren. Da dies aber nicht der Fall ist und eine Quote von 11:4 meiner Meinung nach keinen positiven Erwartungswert hat, würde ich auch hier keine Wette platzieren.
Geschlecht des WSOP Gewinners bzw. der Gewinnerin
Männlich 1:15
Weiblich 10:1
Das ist die einzige Wette die ich gesehen habe, welche auch einen positiven Erwartungswert haben könnte. Die Differenz in der Auszahlung zwischen den beiden Wetten ist sehr groß. Meiner Meinung nach gibt es hier aber eine Wette, die offensichtlich besser ist als die andere. Poker ist vieles, aber was es auf alle Fälle nicht ist, ist geschlechtlich ausgeglichen. Ich glaube nicht, dass die Anzahl der weiblichen Teilnehmerinnen dieses Jahr so stark zunehmen wird. Poker ist zwar in den letzten Jahren internationaler geworden, aber das Verhältnis zwischen der Anzahl der Männer und der Frauen in der Pokerszene hat sich kaum verändert (so weit wie ich das beurteilen kann).
Wenn man annimmt, dass die Frauenquote in der WSOP 2006 genauso niedrig ist wie sie es in der WSOP 2005 war, dann ist die Wettquote von 1:15 für die Männer ziemlich gut. Ich habe den Chip Count nach dem ersten Tag der WSOP 2005 analysiert und das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Spielern verglichen. Während es zwar schwierig war manchen Namen einem bestimmten Geschlecht zuzuordnen, kamen meiner Schätzung nach auf eine Frau 15 bis 20 Männer. Es wäre zwar für das Image von Poker gut wenn eine Frau die World Series of Poker gewinnen würde, aber ich würde eine Quote von 15:1 geben, dass es dieses Jahr nicht passieren wird.
The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org


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