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Wie Es Dazu Kam?!

THE WEEKLY SHUFFLE, 2006-10-22, von TwoGun

Die letzten Wochen waren für die Pokerwelt sehr emotional. Es ist nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass die Verabschiedung des Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts (UIGEA) die Online-Pokerszene für immer und signifikant verändert hat. Die Verabschiedung der Gesetzesvorlage war für viele ein Schock. Kaum jemand hatte damit gerechnet, dass noch in dieser Kongressperiode über die Gesetzesvorlage abgestimmt werden würde. Viele ärgern sich noch darüber, dass der Kongress den UIGEA verabschiedet hat und fordern die Aufhebung dessen. Andere wundern sich immer noch darüber, wie es überhaupt dazu kam.

Etwas das mir in der letzten Zeit in der Online-Pokerwelt aufgefallen ist, ist so was wie Unverwundbarkeit. Viele Kongressabgeordnete haben bereits zuvor versucht eine ähnliche Gesetzesvorlage wie den UIGEA durchzubringen. Sie sind aber immer wieder daran gescheitert. Viele dachten bereits, dass dies Beweis genug sei, dass solch eine Prohibitions-Gesetz niemals durchkommen würde. Sie irrten sich.

Das der UIGEA verabschiedet wurde war kein Zufall. Die Version der Gesetzesvorlage, über die das Abgeordnetenhaus bereits abgestimmt hatte, wurde mit 319 zu 93 Stimmen befürwortet. Der Kongress hatte ganz deutlich gezeigt, dass er gegen Glücksspiele im Internet ist und nur weil man in der Vergangenheit nicht in der Lage war, solch ein Gesetz durchzubringen, sollte dies kein Indikator dafür sein, dass man auch in Zukunft nicht in der Lage sein würde, solch ein Gesetz durchzubringen.

Wenn man die Beauftragten der Pro- und Anti-Internet-Glücksspiel Lobbies analysiert, wird einem vieles klar. Erstens hatte die Anti-Internet-Glücksspiel Lobby einen der mächtigsten Senatoren auf ihrer Seite: Bill Frist, der Senate Majority Leader, machte die Anti-Internet-Glücksspiel Gesetzgebung zu einer seiner Prioritäten. Er (fast) allein drückte die Gesetzesvorlage durch den Senat. Zweitens haben die, welche von dem UIGEA negativ beeinflusst wurden, nicht hart genug Lobbyarbeit betrieben oder keinen Einfluss auf den Kongress gehabt. Die Befürworter von Glücksspiel im Internet hofften wohl darauf, dass die Banken ihren Einfluss spielen lassen und die Gesetzesvorlage stoppen würden. Mit den Banken wurden aber Kompromisse eingegangen und so stand die Internet-Glücksspiel Lobby ohne starke Partner da.

Wie bereits in den vorherigen Weekly Shuffles angegeben, so soll auch dieser Artikel nicht als rechtliches oder geschäftliches Gutachten verstanden werden. Alle Meinung und Gedanken, die in diesem Artikel geäußert werden, sind nur meine persönlichen, spekulativen Gedanken und sollten nicht als harte Fakten angesehen werden.

Wichtige Aspekte Des UIGEA

Der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act weist Banken und andere Finanzinstitute dazu an, Geldtransfers zu blockieren, die zum "ungesetzlichen Internet-Glücksspiel" verwendet werden. Das Gesetz hat zwei wichtige Komponenten.

1. Der rechtliche Aspekt des Gesetzes. Im UIGEA wird zum ersten Mal in der US Gesetzgebung von "ungesetzlichem Internet-Glücksspiel" geredet bzw. dies definiert. Ungesetzliches Internet-Glücksspiel wird in dem Gesetz definiert als (engl. original Text): " unlawful under any applicable Federal or State law in the State or Tribal lands in which the bet or wager is initiated, received, or otherwise made." Das wichtige an dieser Definition ist, dass es jetzt ein Bundesvergehen ist, wenn eine Glücksspiel-Website Geld von einer Person akzeptiert, die in einem Bundesstaat lebt, in dem Wetten illegal ist.

Es ist hauptsächlich dieser rechtliche Aspekt der Gesetzesvorlage, der viele Online-Glücksspielanbieter dazu bewogen hat, ihre Produkte für US-Bürger nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Es wird sich mit der Zeit auch zeigen, wie aggressiv das Department of Justice (DOJ) dieses Gesetz durchsetzen und Online-Glücksspielanbieter rechtlich verfolgen wird, die noch Geld von Amerikanern akzeptieren. Auf jeden Fall hat jetzt das DOJ eine solidere rechtliche Basis um "unlawful internet gambling" zu verfolgen.

2. Der Durchsetzungs-Aspekt des Gesetzes. Der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act weist Banken und andere Finanzinstitute dazu an, Geldtransfers zu blockieren, die zum "ungesetzlichen Internet-Glücksspiel" verwendet werden. Die Banken haben 270 Tage Zeit, um ein Konzept zu entwickeln, mit dessen Hilfe illegale Geldtransfers zu Online-Glücksspielanbietern blockiert werden. Während zwar der rechtliche Aspekt des Gesetzes sehr wichtig ist, so ist es unsicher wie effektiv das Gesetz durchgesetzt werden kann. Online-Pokerräume sind immer noch in der Lage Einzahlungen von US-Bürgern zu akzeptieren, obwohl dies mittlerweile illegal ist.

Um zu verstehen, warum es die Gesetzesvorlage durch den Kongress schaffte, muss man die wichtigsten Personen und Parteien analysieren, die die Gesetzgebung beeinflussten.

Senator Frist

Bill Frist machte die Anti-Internet-Glücksspiel Gesetzgebung zu einer seiner Prioritäten, um auch seiner konservativen Basis zu gefallen. Frist strebt an republikanische Präsidentschaftskandidat für das Wahljahr 2008 zu werden. Um das Ziel zu erreichen ist es wichtig, dass er ein paar bedeutungsvolle konservative Gesetze durchbringt, um so seine Glaubwürdigkeit zu stärken.

Damit der UIGEA für ihn ein Erfolg wird, muss Frist nicht erreichen, dass Internet-Glücksspiel komplett gestoppt wird. Für ihn und seine Ambitionen als Präsidentschaftskandidat zu kandidieren reicht es aus, wenn er die Internet-Glücksspiel Industrie um 20% schrumpft. Und das hat er bereits erreicht.

Anti-Glücksspiel Gruppen

Es gibt zwei verschiedene Gruppen die Glücksspiel widerstreiten. Die eine Gruppe betrachtet Glücksspiel von einem moralischen Standpunkt aus. Diese Gruppe freut sich einfach nur über jede Art von Anti-Glücksspiel Gesetzgebung, unabhängig davon wie effektiv diese sein mag. Diese Gruppe sieht allein die Durchbringung des UIGEAs als Erfolg an.

Die zweite Gruppe betrachtet Glücksspiel von einem eher praktischen Standpunkt aus. Für sie ist der UIGEA erst dann ein Erfolg, wenn man das Gesetz auch durchsetzen kann. Für diese Gruppe ist das eigentlich Ziel, dass Online-Glücksspiel reduziert wird. Also wird das Gesetz erst dann ein Erfolg sein, wenn es seine Wirkung zeit. Wenn aber Amerikaner immer noch in der Lage sein werden Online-Glücksspiele zu spielen, dann ist für sie das Gesetz kein Erfolg gewesen. Das Gesetz hätte dann sogar die Lage verschlechtert, da die einzige Folge des Gesetzes die Vertreibung der legitimen Internet-Glücksspielanbieter vom amerikanischen Markt gewesen wäre.

US-Zugewandte Pokerräume

Pokerräume, die weiterhin Amerikaner akzeptieren werden, profitieren von dem UIGEA, zumindest kurzfristig. Amerikaner werden eine Weile lang immer noch in der Lage sein ihre Pokerkonten mit Geld zu füllen. Diese Pokerräume werden also einen Zuwachs an Spielern erleben, welche zuvor bei Pokerräumen wie Party Poker, 888 Poker, und Poker Room spielten.

Es ist noch nicht klar, wie stabil die US-Zugewandten Pokerräume in Zukunft sein werden. Wenn die Banken in der Lage sein werden Geldtransfers zu Online-Glücksspielseiten zu blockieren, dann werden die gewöhnlichen US-Pokerspieler nicht mehr in der Lage sein Geld einzuzahlen. Die Spieler werden als extrem schwerer werden und immer weniger US-Spieler werden noch Poker spielen. Viele Spieler berichten bereits, dass die Spiele in den Pokerräumen härter geworden sind. Grund dafür ist, dass die ganzen Pokerhaie, deren Konten bei Party Poker geschlossen wurde, bereits zu den US-Zugewandten Pokerräumen gewechselt sind. Und die ganzen Fische, deren Party Poker Konten auch geschlossen wurden, legen jetzt einfach eine Pokerpause ein oder hören wegen der neuen Gesetzgebung komplett mit Online-Poker auf.

Weiterhin müssen die Besitzer und Betreiber dieser Pokerräume damit rechnen, dass sie in Zukunft, sobald sie amerikanischen Boden betreten, strafrechtlich verfolgt werden. Die Betreiber dieser Pokerräume können also nur darauf hoffen, dass das Gesetz nicht effektiv sein wird und sie müssen darauf achten, dass sie sich in Zukunft von Amerika entfernt halten. Wir wissen zurzeit immer noch nicht wie effektiv das DOJ das Gesetz durchsetzen wird, aber es gibt ihnen eine starke Grundlage, um solche Pokerräume strafrechtlich zu verfolgen

Ungleich Senator Frist und den Anti-Glücksspiel Gruppen, habe die US-Zugewandten Pokerräume das Gesetz nicht unterstützt. Grund dafür ist, dass auch ihn das Gesetz großen Schaden zufügen kann. Diese Unternehmen haben allerdings auch nichts unternommen, um die Durchbringung des Gesetzes zu verhindern

Pokerräume Die Nicht Mehr US-Spieler Akzeptieren

Pokerräume, die auf Grunde der neuen Gesetzgebung keine Amerikaner mehr akzeptieren, wurden am schlimmsten vom UIGEA getroffen. Die meisten dieser Pokerräume gehören zu börsennotierten Unternehmen, deren Aktienpreise nach Verabschiedung des Gesetzes um 50% gefallen sind.

Man muss darauf hinweisen, dass das Gesetz Wetten auf Pferderennen, die staatliche Lotterie und Fantasy Sports Ligen ausschließen. Der Grund für die Ausschließung solcher Glücksspiele ist, dass diese Art von Internet-Glücksspiel von amerikanischen Unternehmen angeboten wird, während die anderen Formen von Internet-Glücksspiel nur von ausländischen Unternehmen angeboten werden. Die Betreiber solcher Online-Pokerräume haben nur einen sehr geringen bis keinen Einfluss auf die Kongressabgeordneten, da es sich dabei um ausländische Unternehmen handelt, die keine Vermögensgegenstände in den USA haben.

Online-Glücksspielanbieter haben keine Arbeitsplätze für US-Bürger geschaffen und haben auch nicht direkt die amerikanische Wirtschaft gefördert. Kurz gesagt, Internet-Glücksspielunternehmen haben in den Augen der Kongressabgeordneten nur von den Amerikanern profitiert, das Glücksspiel Problem erschwert und den US-Bürgern keinen Nutzen, in Form von Steuern und Arbeitsplätzen, gestiftet.

Um effektiv gegen die Gesetzesvorlage vorzugehen, hätten die Internet-Glücksspielanbieter schon früher die Pro-Internet-Glücksspiel Bewegungen, wie zum Beispiel die Poker Players Alliance unterstützen müssen. Hätte man zum Beispiel die Poker Players Alliance vor vier Jahren gegründet, so hätte sie einen viel stärkeren Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen können. Leider hat aber nur Party Poker als einziger Online-Pokerraum diese Gruppe unterstützt und dies leider auch viel zu spät.

Die Interessen Der Landbasierten US-Casinos

Es ist kein Geheimnis, dass die landbasierten Casinos in den USA von dem Online-Pokerräumen profitiert haben. So gesehen profitierte die amerikanische Wirtschaft von den Online-Pokerräumen, wenn auch nur indirekt. Viele Spieler lernen Poker spielen online in den niedrigen Limits. Dann gehen sie in ein landbasiertes Casino um live Poker zu spiele. Die Casinos machen einen großen Teil ihres Umsatzes durch diese Spieler, welche kein Interesse daran gehabt hätten live Poker zu spielen, wenn sie nicht zuvor gelernt hätten online zu spielen.

Auch die Turnier Circuits, wie die WSOP und die WPT, hängen stark von den Online-Pokerräumen ab. Denn zum einen qualifizierten sich viel Spieler online für solche Live Turniere und zum anderen dienten die Online-Pokerräume als Marketingkanal. Die WSOP 2007 wird im Vergleich zur WSOP 2006 wahrscheinlich weniger als die Hälfte der Teilnehmer haben, auf Grund des UIGEA. Es wird bereits vermutet, dass Harrah's auch keiner dritten Partei erlauben wird Spieler für die WSOP zu registrieren. Ziel dieser Maßnahme ist es wohl zu verhindern, dass US-Zugewandte Online-Pokerräume ihre Spieler direkt registrieren.

Auch die Turnierpoker TV Shows werden auf Grund des UIGEA sehr viel weniger profitabel sein. Zu den größeren Sponsoren und Werbepartner solcher Shows gehörten Online-Pokerräume wie Party Poker und Paradise Poker, welche jetzt beide keine Amerikaner mehr akzeptieren. Die Medien werden also nicht nur die Pokerräume als Kunden verlieren, welche keine Amerikaner mehr akzeptieren, sondern es ist auch fraglich, ob sie die Werbung von US-Zugewandten Pokerräumen akzeptieren können.

Es ist unsicher wie aggressiv die landbasierten Casinos gegen die Durchbringungen des Gesetzes vorgegangen sind. In der Öffentlichkeit behaupteten sie, dass sie sich der Gesetzgebung gegenüber neutral verhalten werden. Man kann aber davon ausgehen, dass sie im privatem gegen die Online-Glücksspiel Prohibition vorgegangen sind. Auf jeden Fall waren auch ihre Bemühungen nicht stark genug, um Frist davon abzuhalten den UIGEA durchzubringen.

Eins konnten die landbasierten Casinos erfolgreich durchsetzen, nämlich das "ungesetzliches Internet-Glücksspiel" genau definiert wurde und nur bestimmte Formen als ungesetzlich gelten. Es ist nämlich immer noch legal in den USA Online-Glücksspiele zu spielen, so lange es in dem Bundesstaat legal, wo die Wette platziert, abgeschlossen und gemacht wurde. Es ist also innerhalb eines Bundesstaates legal Wetten online zu platzieren, so lange der Betreiber der Website und der Spieler sich innerhalb des Staates befinden. Wenn also ein Spieler in Nevada in einem Online-Pokerraum eines Casinos in Nevada Poker spielt, dann ist das laut UIGEA legal. Damit hat der UIGEA vielleicht sogar den Weg geebnet für reguliertes Online-Glücksspiel in den USA.

Die Banken

Der UIGEA schreibt den Banken vor alle Geldtransfers zu blockieren, die für "ungesetzliches Online-Glücksspiel" verwendet werden. Manche illegalen Transaktionen, wie zum Beispiel Transaktionen mit Kreditkarten wer sehr leicht zu identifizieren sein. Elektronische Geldtransfers sind allerdings nicht so leicht als illegal zu identifizieren und zu blockieren. Die Independent Community Bankers of America waren gegen den UIGEA, auf Grunde der ACH Bestimmung (elektronische Geldtransfers) des UIGEA. Das United States Chamber of Commerce hat sogar in der Vergangenheit Widerspruch gegen Prohibitions-Gesetze eingelegt.

Viele Gegner des UIGEAs glaubten, dass die Banken die Durchbringung des Gesetzes verhindern würden. Die meisten übersahen aber, dass nur aus einem einzigen Grunde die Banken gegen den UIGEA waren - die Last zukünftig Geldtransfers zu identifizieren und blockieren, die für ungesetzliche Internet-Glücksspiel genutzt werden sollen. Da aber das Gesetz den Banken nicht vorschreibt großartige Restrukturierungen vorzunehmen um illegale Transaktionen zu verhindern, haben sich die Banken gegen die Gesetzgebung nicht gewehrt. Frist war schlau und ging mit den Banken einen Kompromiss ein. Dem UIGEA zu Folge sind die Banken nicht verpflichtet Zahlungen zu blockieren, wenn es nicht praktisch ist.

Das Resultat

Frist war nur daran interessiert ein Gesetz durchzubringen, irgendein Gesetz durchzubringen, welches Internet-Glücksspiel reduziert. Das Gesetz musste nicht 100 % effektiv sein. Es musste nur ein Gesetz sein, welches er später als seinen Verdienst, seinen Erfolg verzeichnen konnte. Die einzige Gruppe die richtige Lobby Power hatte und sich von Anfang an gegen das Gesetz wehrte, waren die Banken

Damit das Gesetz zu 100 % durchgesetzt wird, müssten auch alle elektronischen Geldtransfers blockiert werden, was allerdings für die Banken ein sehr großer und nicht rentabler Aufwand wäre. Aufgrund dessen wurde mit den Banken ein Kompromiss eingegangen und man einigte sich darauf, dass die Banken nur die elektronischen Geldtransfers stoppen müssen, welche leicht zu identifizieren sind. Das End vom Lied ist jetzt ein Gesetz, das zwar rechtliche Konsequenzen hat, dessen Durchsetzung aber fraglich und schwierig ist.

Die Zukunft

Die amerikanischen Online-Pokerspieler sind über das Gesetz entzürnt. Viele Leute in der Online-Pokergemeinschaft fordern die Aufhebung des Gesetzes. Viel hoffen, dass eine demokratische Mehrheit im Kongress in der nächsten Periode vielleicht in der Lage sein wird, das Gesetz wieder aufzuheben.

Träumt weiter. Das Gesetz wird nicht wieder abgeschafft werden. Die Zeiten in denen 70.000 Spieler bei Party Poker spielen sind vorbei. Für amerikanische Spieler ist der einzige nächste Schritt, dass sie eine Regulierung von Online-Glückspiel in den USA unterstützen. Ich bin sogar der Meinung, dass Dank des UIGEAs eine Regulierung möglich sein wird.

Vor dem UIGEA gab es keinen Druck Internet-Glücksspiel zu regulieren. Während zwar die Online-Pokerräume in der Öffentlichkeit behaupteten, dass sie die Regulierung vorantreiben würden, waren sie doch eigentlich mit der Situation sehr zu frieden. Eine Regulierung hätte für sie zur Folge gehabt, dass einflussreiche Unternehmen wie Harrah's und MGM Grand den Online-Poker Markt betreten hätten. Es wären Konkurrent gewesen, ohne die man sehr gut leben konnte

Der UIGEA formt die Basis für die zukünftige Regulierung von Internet-Glücksspiel in den USA. Es explizit erlaubt intra-staatliches Online-Glücksspiel. Ich behaupte sogar, dass innerhalb der nächsten 5 Jahre der Bundesstaat Nevada ein Gesetz verabschieden wird, das innerstaatliches Online-Glücksspiel regulieren wird. Die Technologie für intra-staatliches Online-Glücksspiel existiert und ist nicht teuer. Online-Wetten auf Pferderennen werden bereits in über 30 US-Bundesstaaten reguliert. Online-Poker wird zwar in der nächsten Zeit nicht das Level von Pferderennen erreichen, aber es bestimmt die Chance, dass Staaten wie Kalifornien dem Beispiel Nevada folgen werden und Internet-Glücksspiel regulieren werden, wenn Nevada den ersten Schritt macht und Online-Poker legalisiert.

Wenn die Bundesstaaten damit beginnen Online-Poker zu legalisieren und regulieren, dann werden die Firmen dazu gezwungen in den Bundesstaaten eine Lizenz zu erwerben, um Wetten von Spielern akzeptieren zu können. Die Firmen werden dann besteuert und reguliert werden, genauso wie die landbasierten Casinos auch. Börsennotierte Unternehmen die den amerikanischen Markt verlassen haben werden wieder auftauchen, wenn Internet-Glücksspiele in den einzelnen Staaten legalisiert werden.

Der Weg nach vorne ist die Legalisierung von Online-Glücksspielen und die Regulierung von Online-Poker. Es ist sehr naiv zu hoffen, dass der Kongress irgendwann wieder den UIGEA aufheben wird. Wenn genügend US-Bundesstaate Online-Poker legalisieren, dann wird vielleicht irgendwann in der Zukunft Online-Poker den Status haben, den zurzeit Pferderennen genießen.

The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org
 


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