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Vegas Poker Tipps
THE WEEKLY SHUFFLE, 2006-11-19, von TwoGun
Las Vegas ist die Glücksspiel-Hauptstadt der Welt. Es ist also nicht verwunderlich, wenn man hier auch die besten live Pokerspiele findet. Es ist egal, ob man gerne $4-$8 Hold'em oder $4.000-$8.000 Hold'em spielt, hier findet man immer sein gewünschtes Spiel. Viele Pokerspieler, die zum ersten Mal in Las Vegas sind, sind sich unsicher darüber, welches Casino sie zum Poker spielen besuchen sollen und freuen sich über jeden Tipp, der ihre Chancen am Pokertisch erhöhen könnte. In diesem Weekly Shuffle wollen wir euch ein paar grundlegende Tipps geben, die euch dabei helfen sollen in der Las Vegas Pokerszene erfolgreich zu bestehen.1. Wenn ihr zum ersten Mal live Poker spielt, dann solltet ihr zuvor unseren Weekly Shuffle Artikel über Casino Etikette lesen. In dem Artikel werden verschiedene wichtige Punkte der Casino Etikette aufgezählt, die jeder Pokerspieler, der live in einem Casino spielt, kennen sollte. Zum Beispiel sollte man keine Anfängerfehler, wie zum Beispiel String Bets, machen.
2. Die Spiele in den Casinos die nicht für ihren Pokerraum bekannt sind, tendieren dazu softer zu sein. Grund dafür ist, dass diese Casinos eher von Touristen als von Poker-Profis aufgesucht werden. Es gibt zwei Arten von Poker-Profis in den Pokerräumen von Las Vegas. Das eine sind die Lokalmatadoren - professionelle Pokerspieler die in Las Vegas leben und eher in den High-Stakes Spielen mitmischen. Die andere Art von Poker-Profi sind die Touristen, die zu besuch in Las Vegas sind und einfach gut Poker spielen können. Die meisten Touristen gehen am liebsten in die großen und bekannten Pokerräume am Strip, wie zum Beispiel im Wynn oder im Bellagio.
Weder die semi-professionellen Touristen, noch die lokalen professionellen Pokerspieler machen sich die Mühe und gehen in die kleineren Pokerräume, wie zum Beispiel im Luxor oder im Bally's, um dort an den low-limit Tischen zu spielen. Die meisten professionellen Pokerspieler sind zu sehr damit beschäftigt im Bellagio zu spielen, als das sie Zeit haben, um in einem kleinen Pokerraum $1-$2 No-Limit Hold'em zu spielen.
Die Spiele in den niedrigeren und mittleren Limits der kleinen Pokerräume gehören zu den softesten Pokerspielen, die man auf diesem Planet finden kann. Die meisten dieser Spiele sind voll von gewöhnlichen Spielern/Touristen, die einfach nur dort spielen, weil sie in dem Hotel/Casino auch übernachten.
3. Die Spiele sind am softesten während den Stoßzeiten und spät Abends. Las Vegas zieht zwar die Touristen rund ums Jahr an, aber die meisten Pokerspieler findet man doch abends am Wochenende in den Casinos. Geht am besten etwas früher in das Casino, damit ihr früh einen Platz bekommt ohne lange warten zu müssen.
Wenn man länger wach bleiben kann, dann werden die Spiele um so softer, desto später es wird. Die Leute werden müde und beginnen jedes Blatt zu spielen dass sie auf die Hand bekommen. Andere Spieler beginnen zu tilten oder sind einfach nur besoffen. Es ist nicht selten, dass ein betrunkener und tiltender Fisch $1000 oder mehr in einem low-stakes Spiel (z.B. $2-$4 No-Limit) verspielt. Die Spiele in Las Vegas um 2:00 Uhr morgens gehören zu den softesten überhaupt.
4. Multi-Table Turniere tendieren dazu eine schlechte Struktur und zu hohe Gebühren zu haben. Wenn man daran gewöhnt ist online Multi-Table Turniere zu spielen, dann wird man von den live Turnieren in Las Vegas enttäuscht sein. Im Vergleich zu den Online Turnieren wird bei den Live-Turnieren nur die Hälfte der Hände pro Stunde gespielt. Die Turniere sind auch kürzer, weil die Dealer gerne nach Hause möchten und das Casino die Tische für die Cash Games benötigt. Beide Faktoren führen dazu, dass die Blinds sehr schnell ansteigen und die Turnierstruktur schlecht ist.
Weiterhin ist es für ein Casino in Las Vegas sehr viel kostenintensiver ein Turnier zu veranstalten, als es für einen Online-Pokerraum ist, weswegen auch die Turniergebühr oft sehr viel höher ist. Dies ist vor allem der Fall bei Turnieren mit niedrigen Buy-ins. Die Casinos verlangen eine sehr hohe Gebühr im Verhältnis zum Buy-in, da sie wissen, dass die meisten Leute sowieso die Gebühr bezahlen werden, (fast) egal wie hoch sie ist.
30 statt 60 Hände pro Stunde zu spielen kann den Stundesatz in den Cash Games beeinflussen, aber es hat keinen Einfluss darauf wie man spielt und die Strategie am Tisch. Die verringerte Anzahl an gespielten Händen pro Stunde beeinflusst aber die Strategie in den Multi-Table Turnieren, da diese eher ein All-in Fest als ein wahres Pokerspiel sind.
5. Man muss nicht unbedingt Downtown Vegas besuchen. Downtown Las Vegas hat zwar seinen Charme, aber die meisten guten Pokerräume sind am Strip. Das Binion's und das Golden Nugget haben Pokerräume, aber die meisten anderen Casinos in Downtown Las Vegas haben keinen Pokerraum. Wenn ihr die Poker Hall of Fame im Binion's sehen wollt, welche nur aus Bildern an einer Wand besteht, dann schaut sie euch halt an. Wenn ihr euch aber dazu entscheiden solltet nicht Downtown zu besuchen, dann habt ihr nicht wirklich etwas pokerrelewandtes verpasst.
The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org
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