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Die Vegas Bubble

THE WEEKLY SHUFFLE, 2008-11-09, von Ozone, TwoGun

Letzte Woche sind die Aktien der Las Vegas Sands Corporation (NYSE: LVS) am New York Stock Exchange um 50% gefallen. Grund dafür war, dass den Investoren erzählt wurde, dass das Unternehmen seine Kredite nicht mehr bezahlen kann, wenn es nicht bald mehr Geld bekommt. Noch vor drei Jahren haben Sie damit angefangen ihr $1,8 Milliarden "Palazzo" Resort-Projekt zu bauen, eins der vielen luxuriösen Grundstücke auf dem Vegas Strip.

An schlechte Nachrichten hat man sich in der Las Vegas Casino Industrie im letzten Jahr gewöhnt. Börsennotierte Unternehmen, wie zum Beispiel LVS und MGM haben 90% ihres Wertes im letzten Jahr verloren. Und das ist vielleicht noch nicht das Ende. Mit einer globalen ökonomischen Krise, die gerade jetzt erst beginnt, unter der auch die Touristikindustrie leidet, werden die Casinos in 2009 Probleme haben Umsatz zu generieren. Wie kann ein Unternehmen wie LVS, welches noch letztes Jahr $50 Milliarden Wert war, jetzt kurz vor dem Bankrott stehen? Gute Frage!

Vegas Booms

Die Explosion von Las Vegas in Größe und Popularität, spiegelt den Poker-Boom wieder. Teilweise war sogar der Poker Boom mit Grund für den Las Vegas Boom. Dank TV Poker haben mehr und mehr Amerikaner Las Vegas als den Ort angesehen, an dem ihr Traum Millionär zu werden wahr werden kann. Zusätzlich haben Kampagnen, wie zum Beispiel "What Happens in Vegas Stays in Vegas", dazu beigetragen, dass Millionen von jungen Singles nach Nevada in die Wüste gefahren sind, um mal so richtig auszuschweifen. Während Las Vegas von einem Glücksspiel Paradies zu einem Candyland für Erwachsene, mit Clubbing, Shopping und Golfing geworden ist, haben die Casino Bosse Milliarden-Dollar Casinos & Resorts geschaffen, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Als LVS 1999 das $1,5 Milliarden teure Venetian eröffnete, begann ein neuer Trend, weg von den familiären Resorts wie Treasure Island und Luxor, hin in zu mehr Luxus und Eleganz. Kurz nach dem Venetian wurde das $600 Millionen teure Palms, mit seinen "VIP" Privilegien und "exklusiven" Nightclubs, eröffnet. 2002 begann Steve Wynn ein $2,7 Milliarden schweres Casino zu errichten, welches er nach sich selbst benannte. Er krönte das Casino mit einem Full-Service Ferrari Dealer.

Während dieser Expansion der Casinos, explodierten die Aktienkurse der Mutterkonzerne. MGMs Aktienkurs vervierfachte sich in nur drei Jahren. Harrah's Entertainment wurde zu einem Aktienkurs von $90 pro Aktie letztes Jahr privatisiert. Das war eine Gewinnsteigerung von 50% innerhalb 16 Monate. LVSs Aktie stieg innerhalb von zwei Jahren von $33 auf $139. Boyd Gaming ist zu spät auf den Zug aufgesprungen. Sie begannen letztes Jahr an einem $4 Milliarden Projekt zu arbeiten, genannt Echelon Place. Bevor sie mit den Bauarbeiten begonnen haben, hätte sich jemand mal die Frage stellen sollen, ob es sich überhaupt noch lohnt Geld in diese Stadt zu pumpen. Im August 2008 wurden die Bauarbeiten unterbrochen, als man realisierte, dass die Las Vegas Bubble platzen würden.

Vegas Busts

Als der U.S. Immobilienmarkt zusammenbrach, hat Las Vegas das besonders hat getroffen. Städte, die erst in den letzten Jahren aggressiv gewachsen sind, waren besonders überbewertet und deswegen von dem Crash so stark betroffen. Als die Immobilien Blase platzte, verlor der Las Vegas Markt 33% an Wert. Nur die Städte Miami und Phoenix konnten noch einen größeren Wertverlust aufweisen. Großzügige Wohnanlagen, die während des Vegas Booms errichtet wurden, beleiben in den Zeiten der globalen ökonomischen Krise leer stehen.

Am Anfang dachte man, dass Las Vegas die Krise nicht so stark treffen würde. Man dachte sich wohl, dass die Menschen süchtig sind und versuchen werden mit weniger Geld, durch Glücksspiel, mehr Geld zu machen. Leider beides falsche Annahmen. Andere hofften, dass die zurückgehende US Besucherzahl durch einen Anstieg der internationalen Besucher ausgeglichen wird. Der Fall des Dollars machte es für Europäer und Asiaten günstiger Las Vegas zu besuchen, da deren Märkte nicht direkt betroffen wurden. Aber auch diese Hoffnung erfüllte sich nicht.

Wynn Resorts und Las Vegas Sands sind zwei deren Las Vegas Bubble geplatzt ist. Nach dem Steve Wynn erkannte, was für ein Erfolg sein Wynn Hotel war, begann er mit den Bauarbeiten eines Hotel Towers, genannt Encore, welcher $2,1 Milliarden kosten sollte. Leider waren die Bauarbeiten zu weit fortgeschritten, um den Bau, wie bei Boyd's Echelon, zu stoppen. Encore wird im Februar seine Türen öffnen, aber wahrscheinlich nicht dem Namen gerecht werden. LVS gab dem Venetian Hotel eine eigene Zugabe in Form eines zweiten Hotelturms mit weiteren 3.068 Betten, womit es jetzt das größte Hotel der Welt ist. LVS könnte sicherlich jetzt die $1,8 Milliarden gebrauchen, die sie für den Bau des Hotelturms Palazzo ausgegeben haben, um sich vor einem bevorstehenden Bankrott zu retten.

Es wird immer wieder Bubbles geben. Egal ob es sich um Tulpen, Dot Com Unternehmen oder Gambling Resorts handelt, die Blasen werden kommen, sie werden platzen und es wird plötzlich und schmerzvoll passieren. Kirk Kerkorian, der 91 Jahre alte Gründer des MGM, sagte, als der Nettowert des MGM von $20 Milliarden auf $2 Milliarden fiel: "Ich habe wohl ein Jahr zu lang gelebt."

The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org



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