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WSOP Turnierplan Kommentar

THE WEEKLY SHUFFLE, 2009-02-15, von Ozone

Der Zeitplan für die 2009 World Series of Poker wurde vor kurzem von Harrah's Entertainment veröffentlicht. Bei den diesjährigen Series werden 57 Bracelets vergeben, beginnend am 27. Mai und bis zum 14. Juli. Dieses mal fängt die WSOP etwas früher an als sonst. Das $500 Buy-in nur-Casino-Mitarbeiter Event ist wieder an die Spitze der Turnierreihe zurück gerückt, nach dem es ein paar Jahre sonst wo verschwunden war. Zum größten Teil hat sich dieses Jahr nicht viel am Turnierplan verändert, aber es gibt ein paar Veränderungen, die zu Debatten in der Pokerwelt geführt haben:

$40.000 Buy-in No-Limit Hold'em Event

Das erste freie Turnier, d.h. ohne Bedingung an die Teilnehmerschaft, ist ein $40.000 Buy-in No-Limit Hold'em Event am 28. Mai. Dies ist ein besonderes Event, welches speziell für den 40. Geburtstag der WSOP geschaffen wurde. Es befriedigt außerdem das Bedürfnis der Top-Spieler, die schon seit Jahren nach No-Limit Hold'em Turnier mit erhöhtem Buy-in schreien.

Es wäre nicht verwunderlich, wenn wir dieses Event auch in der Zukunft wieder im Turnierplan der WSOP finden würden. Vielleicht würden wir es auch in einer angepassten Form wiederfinden, zum Beispiel mit erhöhtem Buy-in von $50.000 (wie das H.O.R.S.E. Event). Ob oder ob nicht das Event permanent in den Turnierplan der WSOP aufgenommen werden wird, hängt stark von dem diesjährigen Erfolg des $40.000 Buy-ins Event ab. Das Teilnehmerfeld wird auf alle Fälle sehr "Sharky" und kleiner als die anderen sein. Gewöhnliche Spieler haben schon genügend Probleme damit haben allein das Geld für das Buy-in kleinerer Events aufzubringen.

Rebuy Events Eliminiert

Die größte Veränderung im diesen Jahr ist, dass aus dem kompletten Turnierplan alle Rebuy Events gestrichen worden sind. Daniel Negreanu ist einer der größten Vertreter dieser Veränderung. In seinem Blog schreibt er, dass die Rebuy Events den Pros einfach einen zu großen Vorteil geben. Shane Schleger schrieb [[ext in seinem Blog@@ http://shaniaconline.blogspot.com/2009/02/talkin-wsop-2009-scheduling-blues-pt-1.html]], dass so lange wie das $40K NL und das $50K HORSE Event zu dem POY Resultaten addiert werden, Negreanus Begründung nicht aufrichtig ist.

Die meisten Begründungen für das Entfernen der Rebuy-Events sind ziemlich sinnlos. Der Grund, wieso die meisten Leute an den WSOP teilnehmen, ist der, dass sie Geld gewinnen wollen. Pros, die Risiken mit einem negativen Erwartungswert eingehen und sich zig-male wieder einkaufen, sind für Amateure "Shot-takers" von Vorteil. Wie Schleger schon bemerkt hatte, hat Michael Chu 2007 ein Rebuy Event gewonnen, $585.000 kassiert und nur $1.000 investiert. Negreanus Hauptargument ist, dass sich mit Hilfe der Rebuy Events die Pros ein Bracelet erkaufen können und sich einen Vorteil im Rennen um den Titel "Player of the Year" erkaufen können. Schleger argumentiert zurecht, dass Negreanus Argumentation nicht die Prioritäten des durchschnittlichen Pokerspielers trifft. Das ist wahr, denn die meisten Pokerspieler nehmen nur an einer handvoll von Turnieren teil und versuchen nicht gleich POY zu werden.

Als Ersatz für die Rebuy Events wurde ein $3.000 "Triple Chance" Event hinzugefügt, in dem Rebuys simuliert werden. Die Spieler können so entweder all ihr Geld auf einmal einsetzen oder sich die "Lamers" sparen, um sie später gegen Chips einzutauschen. Auch hier kommentiert Schleger wieder zu recht, dass diese Art von Turnier nicht einmal in die Nähe davon kommt ein Rebuy Event zu simulieren. Was gerade eine Rebuy Event ausmacht ist der Punkt, dass man bei Rebuy Events seine Entscheidung auch von seiner tatsächlichen Bankroll abhängig macht.

In der Zukunft wird Harrah's Entertainment hoffentlich etwas mehr auch auf Spieler hören, deren Name nicht "Negreanu" ist.

Die November Neun Bleiben

Zum zweiten Mal in Folge wird der Finaltisch des Main Events bis November verschoben. Die letzten neun Spieler müssen bis zum 7. November warten um das Main Event zu beenden. Seit der Schaffung der "November Neun" wurde viel darüber kontrovers diskutiert. Ich persönlich denke, dass es gut für das Spiel ist und Befürchtungen, dass Spieler sich zusammen tun würden oder betrügen würden, konnten sich letztes Jahr nicht bestätigen. Spieler, die es an den Finaltisch schaffen, sind zu stolz um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen, indem sie sich mit anderen Spielern absprechen. Die Aufmerksamkeit, die die Pokerwelt durch die November Neun bekommt, ist sehr wertvoll für das Spiel, besonders in Zeiten, in denen die Popularität sinkt.

Spieler, die für die Verschiebung des Finaltisches sind, aber nicht unbedingt für vier Monate befürworten, haben einen guten Punkt. Aber leider hört sich einfach "November Neun" zu gut an als das man es auf September verlegen würde. Aber man kann ja bei Harrah's mit allem rechnen und wer weiß, vielleicht werden wir eines Tages die "September Sieben" sehen. Und wenn ein kleiner Kanandier das auch nur ein bisschen unterstützen würde, dann würde es Harrah's auch sicherlich gleich umsetzen.

The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org



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