PokerTips.org - Poker Flops IV
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Poker Flops IV

THE WEEKLY SHUFFLE, 2009-03-15, von Ozone, TwoGun

Es ist Zeit für einen weiteren Poker Flops Weekly Shuffle Artikel! Hier sind ein paar weitere Poker-verwandte Geschäftsideen die nicht voll daneben gingen oder zumindest kurz vor dem Aus sind:

Duplicate Poker

In einem vorherigen Weekly Shuffle, erwähnten wir bereits Skill Poker als einen Pokerflop. Offensichtlich haben die Jungs von Duplicate Poker unseren Artikel nicht gelesen und die furchtbare Geschäftsidee wieder belebt.

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Duplicate Poker/Skill Poker versuchen den Glücksfaktor aus Poker zu nehmen. In Duplicate Pokers Variante gibt es mehr Tische, zum Beispiel acht. An jedem Tisch sitzen gleich viele Spieler, zum Beispiel vier. Spieler in dem gleichen Sitz an unterschiedlichen Tischen bekommen die gleichen Karten ausgeteilt. Wenn also Sitz 2 zwei Könige ausgeteilt bekommt, dann bekommen alle Spieler an den acht Tischen, die in Sitz 2 sitzen, zwei Könige. Das gleiche gilt sowohl für die restlichen Sitze also auch die Boardkarten. Es wird eine vorab festgelegte Anzahl an Händen gespielt und am Ende wird festgestellt welcher Spieler an den acht Tischen in seiner Position am besten gespielt hat und noch die meisten Chips hat. Sitz 1 an Tisch 1 spielt also gegen die anderen Spieler in Sitz 1 an den 7 weiteren Tischen. Gleiches gilt für die drei anderen Sitze. Wenn man also schlechte Karten hat, heißt das nicht, dass man verliert. Man muss einfach nur mit den schlechten Karten besser gespielt haben als die anderen.

Erfahrene Spieler erkennen gleich, dass diese Spielvariante Probleme mit sich bringt. Es gibt nicht nur Betrugspotenzial, sondern immer noch genügende Glücksfaktoren, die das Spiel beeinflussen. Zum Beispiel kann es aus EV-Gründen Sinn machen einen Flush Draw bei einem Bet zu folden, aber wenn man den Flush Draw trifft, dann würde man gewinnen obwohl man einen schlechten Call gemacht hat. Es gibt weitere zahlreiche Beispiele wie das Spiel der anderen die eigene Punktezahl beeinflussen kann.

Der größte Anziehungspunkt von Duplicate Poker für Spieler war es, dass sie behaupteten in den USA legal zu sein. Sie konnten Kreditkarteneinzahlungen akzeptieren, weil ihre Spielvariante von Poker als ein Geschicklichkeitsspiel angesehen wurde. Wenn es schwierig wäre bei US-Zugewandten Pokerräumen Geld einzuzahlen, dann wäre das Geschäftsmodell von Duplicate Poker ein Gewinner. Aber zum Glück haben PokerStars und andere US-Zugewandte Pokerräume einen Weg gefunden den UIGEA zu umgehen.

Offiziellen Angaben von Duplicate Poker nach wurde das Spielen am 5. Oktober 2008 eingestellt. Das Unternehmen macht dafür die Wirtschaftskrise verantwortlich. Was wir daraus schließen können ist, dass Duplicate Poker Geld verloren hat und die Investoren nicht mehr bereit waren gutes Geld nach schlechtem zu schmeißen. Ich hoffe, dass man diesen Pokerflop seinen natürlichen Tod sterben lässt, aber irgendwo wird irgendjemand irgendwann Duplicate Poker 2 starten.

Automatisierte Pokertische

Die Leute bei PokerTek, einem börsennotiertem Unternehmen, versuchen jetzt schon seit drei Jahren ihre vollautomatisierten Pokertische in die Casinos zu bringen. Ihre Tische benötigen keine Dealer, keine Karten und keine Chips. Es gibt nur einen Tisch mit eingebauten Monitoren an jedem Platz, an denen das komplette Game Play stattfindet. Ich hatte die Chance an einer dieser "PokerPro" automatisierten Tische im Excaliber in Las Vegas zu spielen (nebenbei das einzige Casino in Vegas mit einem vollautomatisierten Pokerraum). Auch wenn der automatisierte Tisch einwandfrei funktioniert hat (die Software war schnell und gut) und ging das Konzept des vollautomatisierten Pokerraums nicht auf.

Einer der wenigen Vorteile der automatisierten Tische sollte sein, dass man mehr Spiele pro Stunde spielen kann. Obwohl dies theoretische richtig ist, so hat es sich doch in der Praxis nicht bewahrheiten können. Grund dafür war, dass ständig neue Spieler an den Tisch kamen, weil scheinbar niemand länger als 30 Minuten an dem Tisch sitzen bleiben wollte, und wieder beigebracht bekommen mussten, wie das ganze Konzept funktioniert. Die Software ist zwar sehr benutzerfreundlich, man brauch nicht mehr als 30 Sekunden, um sie zu verstehen. Aber bevor man spielen darf muss man 5 Minuten seiner Zeit opfern, um eine Karten zu erstellen, mit der man sich dann einloggen kann. Nach dem ich 20 Hände gespielt hatte hielt ich es nicht länger aus und musste den Tisch verlassen. Jede Hand dauerte 2 bis 3 Minuten, weil immer wieder neue Spieler kamen die den Umgang mit dem Screen erst lernen mussten oder nicht kapierten, dass sie an der Reihe waren.

Automatisierte Pokertische haben einfach keine Zukunft. Aber zu PokerTeks Verteidigung muss ich eines sagen, die "Heads-up Challenge" Pokertische sind ein cooles Produkt. Es wird sich nämlich für Casinos nie lohnen standardmäßig für zwei Personen einen Pokertisch mit einem Dealer aufzumachen. Aber mit PokerTeks miniature Version gibt e seine erste Möglichkeit live heads-up Action kosteneffizient umzusetzen. Aber auf der anderen Seite will der Standard-Casinobesucher auch nicht heads-up spielen. Netter Versuch, PokerTek.

All-In Energy Drink

Jeder, der in den letzten Jahren bei der World Series of Poker war, wurde mindestens einmal mit einem "All-In Energy Drink" versorgt. Es scheint so, dass manche Pokerspieler der Energiegetränk Bubble verfallen sind. Meine Güte, Pokerspieler treffen auch schlechte Investitionsentscheidungen? Kaum zu glauben! Es wurde so viel Geld dafür ausgegeben, um diesen Energy Drink zu promoten. Ich wurde, dank der Connections eines Freundes, sogar auf eine VIP Launch Party eingeladen, bei der es kostenlos Alkohol und Go-Go Tänzerinnen gab. Aber trotzdem kauft keiner das Getränk. Wie der Name des Getränks es ja schon vorgibt, ist die Zielgruppe im Pokerbereich zu finden. Aber leider gibt es bei diesem Konzept ein paar Probleme. Erstens machen Pokerspieler nur einen geringen Teil der Bevölkerung aus. Einen zu geringen Teil, der nicht seinen eigenen Energy Drink benötigt (Red Bull ist vollkommen ausreichend). Zweitens sind Pokerspieler nicht gewöhnt für Getränke zu zahlen. In den meisten Casinos in den USA gibt es Getränke umsonst (plus Trinkgeld). Also kann man doch nicht damit beginnen ein Getränk an eine Zielgruppe zu verkaufen, die es nicht gewöhnt ist für Getränke zu bezahlen.

Letztes Jahr spielte ich zusammen mit dem Marketing Direktor des All-In Energy Drinks bei der World Series of Poker an einem Tisch. Als er mir erzählte, welches Produkt er vertrieb, sagte ich nur "Viel Spaß beim Bankrott gehen". Er verteidigte sich und sagte zurück "Phil Hellmuth hat gerade erst investiert!" Und mehr muss man dazu auch nicht sagen.

The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org
 


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