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Online-Poker Computersicherheit

THE WEEKLY SHUFFLE, 2009-03-29, von TwoGun, Ozone

Einer der Gründe, wieso manche Leute ungern größere Summen Geld auf ihrem Pokerkonto lassen, ist Computersicherheit. Hackers und Scammers können einem das Konto leer räumen, wenn sie die Zugangsdaten zu einem Konto erlangen. Es gibt viele Beispiele, bei denen Poker Accounts gehacked wurden und die Hacker dann das Geld bei einem high-stakes Pokerspiel verloren haben bzw. entleert haben. Genau das ist zum Beispiel
Greg Raymer 2007 passiert. In diesem Fall ist es Online-Zuschauern aufgefallen, die das ganze dann gleich an PokerStars Security gemeldet haben. Raymers Geld wurde ihm wieder erstattet. Weniger bekannte Spieler hatten aber nicht so viel Glück.

Hier ein paar Tipps, um zu vermeiden ein Opfer von Online-Poker-Accounts Hackern zu werden:

1. Vorsicht vor Phishing E-Mails

Heutzutage hat fast jeder schon mal von Phising E-Mails gehört, in den versucht wird an die Bank- oder persönlichen Informationen einer Person heranzukommen. Wusstet ihr, dass es auch Phising E-Mails gibt, die es auf Neteller, Moneybookers und sogar Party Poker Kontodaten abgesehen haben? Normalerweise funktionieren diese E-Mails so, dass versucht wird einem vorzumachen, man habe Geld geschickt bekommen und man möge sich doch bitte einloggen, um dies zu bestätigen. Dabei gibt es dann noch einen Link, der dann einen zu einer Phising Website führt, die genauso wie die original Neteller, Moneybookers oder Party Poker Website aussieht. Deswegen sollte man nie die Links benutzen, sondern immer die URL selber in den Browser eingeben (z.B. www.neteller.com). Lasst euch nicht von eurer Gier ablenken. Wenn etwas zu schön ist um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch nicht.

2. Benutzt kein Hotmail E-Mail Konto

Auch wenn es dafür keine Bestätigung gibt, so scheint es doch so, als würde der Großteil der Leute, deren online Pokerkonto gehacked wird, ein Hotmail E-Mail Konto haben. Es ist nicht schwer ein Hotmail Konto zu knacken. Alles was man dazu braucht ist das Land der Person, die Postleitzahl und die Antwort zur Sicherheitsfrage. Und da die Sicherheitsfrage oftmals "Name der Mutter", "Name des Haustiers" oder "Name der Grundschule" ist, kann man auch dieses leicht herausfinden oder durch Zufall erraten.

Andere Anbieter von kostenlosen E-Mail Konten machen das besser. Zum Beispiel sendet Gmail (Google Mail) Passwörter nur an ein zweites E-Mail Konto. Erst nach 24 Stunden Inaktivität lässt Google einen Zugang zum E-Mail Konto per Sicherheitscode bekommen.

Eine Idee, um die Antworten zu den Sicherheitsfragen zu erschweren, ist, dass man zu den Sicherheitsfragen unpassende Antworten findet. Zum Beispiel kann man auf die Frage "Mädchenname der Mutter" mit "poetry580XZ" antworten und somit ein Backup-Passwort kreieren.

3. Kein Blödsinn herunterladen

Eine einfache und gute Daumenregel für Computersicherheit ist: lade keine Programme herunter, die komisch erscheinen oder die du nicht kapierst. Trojaner und Key-Loggers können in "kostenlosen Filmen" oder ähnlichem Programmen und Dateien versteckt sein. Websites mit vielen Pop-ups versprechen etwas großartiges, wie kostenlose Filme, Musik oder Porno, aber haben meistens einen Haken. Seid nicht blöd.

4. Achtung vor kostenlosen Pornos

Kostenlosen Pornos sind wohl der häufigste Grund für Trojaner und Key-Loggers auf den Computern der Opfer. Trojaner und Key-Loggers sind eine Gefahr für die Sicherheit von Online-Poker. Heutzutage gibt es wirklich keinen Grund mehr sich Porno runterladen zu müssen. Mit Websites wie YouPorn und RedTube sollten alle Bedürfnisse gedeckt, aber man kann sich dabei so sicher fühlen, wie wenn man ein Video auf YouTube schaut.

5. Komplexes Passwort

Dieser englische Artikel über Password Security erklärt wie vorsichtig bzw. unvorsichtig manchen Menschen bei der Auswahl ihrer Passwörter sind. Um den Artikel zusammenzufassen, ein Hacker, der 20.000 Passwörter von einer Datenbank klaute, fand heraus, dass 3 % der Passwörter identisch waren: "12345". Noch erstaunlicher ist, dass 16 % der Leute ihren Vornamen als Passwort verwenden. Es ist unklar, ob der Erst- oder Zweitname der Personen verwendet wurde, aber es sollte allen deutlich sein, wie ungeeignet der Name "Thomas" als Passwort ist. Ein Passwort sollte komplex gestaltet sein und aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen bestehen (z.B. dip34tu#9').

6. Grundlegende Computersicherheit

Stellt sicher, dass ihr grundlegende Computersicherheit anwendet. Zum Beispiel solltet ihr Windows regelmäßig aktualisier. Verwendet eine Firewall und ein Anti-Virus-Programm, welches euren PC wöchentlich scanned und vor Gefahren warnt. Solche Software ist nicht teuer und sollte man verwenden, wenn man mit viel Geld im Internet umgeht.

7. Cashout

Behaltet nicht mehr Geld in eurem Online-Pokerkonto als nötig. Unnötig Geld in seinem Pokerkonto zuhaben war vielleicht in der letzten Zeit eine gute Idee, aber grundlegend gibt es bessere Möglichkeiten was man mit seinem Geld machen kann. Euer "überflüssiges" Pokergeld solltet ihr lieber auf euer Girokonto tun, wenn ihr flüssig beleiben wollt. So könnte ihr auch immer wieder Geld schnell einzahlen, falls ihr es brauchen würdet. Aber lasst es nicht einfach in eurem Pokerkonto rum liegen.

The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org
 


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