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Poker Mythen aufgedeckt
THE WEEKLY SHUFFLE, 2009-06-21, von Ozone, TwoGun
Mythos: Online-Pokerräume werden von intelligenten und kompetenten Individuen geführt.Realität: Es würde die meisten Leute erschrecken, wenn sie erfahren würden wie dumm der Großteil der Mitarbeiter von Online-Pokerräumen ist. Wenn die weltgrößten Banken in den Ruin gestürzt werden, auf Grund von ein paar schlechten Entscheidungen, dann sollte es einem nicht schwer fallen zu glauben, dass Online-Pokerräume von inkompetenten Individuen betrieben werden.
Mythos: Top, bekannte Poker-Profis sind reich und erfolgreich.
Realität: Die meisten von ihnen sind pleite Geier und zurückgebildete Menschen, die einfach nur zur rechten Zeit am rechten Ort waren. Natürlich gibt es ein paar wenige die extrem vermögend sind, aber sie sind eher die Ausnahme! Aber die meisten Leute überschätzen einfach wie erfolgreich und wohlhabend die meisten Poker-Pros sind. Wenn man die Leute fragen würde wie reich sie Phil Ivey einschätzen, dann würden wohl viele sein Vermögen auf über $100 Millionen schätzen. Mich würde es wundern, wenn er mehr als $35 Millionen flüssiges Vermögen hätte. Natürlich ist sein Nettovermögen größer, aufgrund seiner Sponsorenverträge, aber das sind alles nur Spekulationen. Die Wahrheit ist, dass die meisten regulären Pokerspieler bankrott sind und von Freunden unterstützt werden, damit sie im Spiel bleiben können.
Mythos: Die PPA ist eine effektive Lobby-Gruppe für Pokerspieler.
Realität: Die PPA ist fast machtlos. Viele Leute verschwenden viel Zeit und Energie damit für Poker Lobbyarbeit zu betreiben, aber es scheint ziemlich ineffektiv zu sein. Keinen Politiker interessiert die Rechte von Pokerspielern. Es gibt hunderte, tausende von anderen Problemen, die wichtiger sind als die von Pokerspielern. Sogar Barney Frank, der ursprünglich Pro-Poker-Gesetze vorgestellt hat, interessiert sich wahrscheinlich auch nicht wirklich für Pokerspieler. Es geht ihm nur um Politik. Es ist auch sehr schwer sich für eine Gruppe von Menschen einzusetzen, die die meisten als Faulpelze und Abzocker einschätzen.
Wir sagen nicht, dass man nicht die PPA unterstützen sollte. Man sollte! Es ist eine gute Idee. Aber leider sind Pokerspieler eine zu lockere Koalition und Politiker tendieren dazu Rechte von Pokerspielern mit den Rechten von Alkoholikern und Drogenabhängigen gleichzusetzen.
Mythos: Main Event Gewinner haben fürs Leben ausgesorgt.
Realität: Dies wahrscheinlich nicht annähernd so war, wie die meisten denken. Nehmen wir Chris Moneymaker als Beispiel. Er gewann 2003 $2,5 Millionen, also denkt jeder er ist reich und hat ausgesorgt. Aber wie viele andere Pokerspieler auch, hat Moneymaker sich abgesichert und seinen Gewinn teilen müssen. 50% seines Gewinns musste er abgeben. Nach Steuern auf $1,25 Millionen blieben ihm vielleicht noch $750k. Dann kaufte er sich vielleicht ein Auto, zahlte ein paar Rechnungen und investierte die restlichen $500k in Aktien, die jetzt wahrscheinlich nur noch $250 wert sind. Innerhalb von nur sechs Jahren steht Chris Moneymaker wie jeder gewöhnlich andere Kerl da mit 401k. Der einzige Unterschied ist, dass er wahrscheinlich einen Haufen Kohle durch Werbeverträge bekommt. Hat Moneymaker fürs Leben ausgesorgt? Ja, wahrscheinlich, aber das heißt nicht, dass Geld für ihn kein Thema mehr ist.
Ein weiteres Beispiel ist Jamie Gold. Es wird spekuliert, dass er nur $6 Millionen von seinen gewonnen $12 Millionen (vor Steuern) behalten durfte. Wenn man auch hier ein paar Ausgaben und High Stakes Cash Games hinzurechnet, dann hat auch Jamie Gold nicht mehr einen Haufen Geld. Er hat auch keinen Sponsorenvertrag, wie viele andere Main Event Gewinner, wodurch ein zusätzlich Geld bekommen würde.
Mythos: Regulierung ist gut für Online-Poker.
Realität: Wenn Poker in den USA vom Staat reguliert werden würde, dann wäre der Rake viel höher, auf Grund der Steuern. Denkt denn irgendjemand, dass der US Staat PokerStars und Party Poker nicht besteuern würde? Kommt schon! Nicht nur würde die Regierung ihren Teil haben wollen, auch jeder Bundesstaat würde daran mitverdienen wollen. Sie würden auch nicht einen vernünftigen Anteil haben wollen, sondern den größeren Anteil. Zusätzlich würden sie noch versuchen das Spiel zu verändern, indem sie das Buy-in und die Bet-Höhe limitieren, wie in Italien und früher in Florida.
Bürokratie und Steuern würden die Kosten des Spiels in die Höhe treiben und ratet mal, wer das bezahlen dürfte?! Ihr, meine Pokerfreunde. Das einzige auf was man hoffen darf ist, dass Status Quo beibehalten wird und keine Regierung kompetent genug ist, um wirklich Poker zu schaden.
The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org
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