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Die November Nine-Rangliste in Bezug auf den Nutzen für Poker

THE WEEKLY SHUFFLE, 2009-11-01, von Ozone

Diesen Samstag wird das WSOP Main Event nach einer viermonatigen Pause endlich fortgesetzt. Die vier Monate gaben allen Pokerfans genügend Zeit um herauszufinden, wer die Finalisten eigentlich sind und wie gut oder schlecht der Sieg eines jeden November Nine Finalisten für Poker ist. In diesem Weekly Shuffle haben wir eine Rangliste erstellt, in der wir zeigen, wie gut beziehungsweise schlecht der Sieg der verschiedenen Spieler für Poker wäre. So wisst ihr, wem ihr die Daumen drücken solltet:

#1: Darvin Moon (hält 30,2% der Chips im Spiel)

Wenn ihr nichts über den 45-jährigen Chip-Leader des Main Events wisst, dann solltet ihr diesen
Artikel der Washington Times lesen. Moon hat alle Durchschnitts-Typ Charaktereigenschaften wie Chris Moneymaker, nur noch verstärkt. Er hat noch nie online Poker gespielt. Er benutzt keine Kreditkarten. Er hat keine E-Mail Adresse. Er ist vor seinem Flug nach Las Vegas zur WSOP noch nie geflogen. Und das Beste an ihm ist, dass er sehr bescheiden ist, wenn es um die unglaublich guten Karten geht, die er auf seinem Weg zum WSOP Finaltisch bekommen hat. Darvin Moons Sieg könnte einen Mini-Moneymaker-Effekt auslösen, besonders wenn er zum Schluss heads-up gegen Phil Ivey spielen und dann gewinnen würde.

#2: Phil Ivey (5%)

Alle werden auf Phil Ivey schauen, wenn es am Samstag weitergeht. Zurzeit ist er der wichtigste Pokerspieler der Welt. Sein Gesicht ist aktuell auf dem Cover des ESPN Magazins. Sein Sieg würde Poker in der Öffentlichkeit wie nie zu vor etablieren. Es gibt so gut wie nichts, was man an Phile Ivey nicht mögen könnte. Als würde es nicht ausreichen der Beste Pokerspieler der Welt zu sein, hat Phile Ivey auch noch eine Aura, die Leute stehen bleiben lässt, wenn er in den Raum tritt. Wenn er gewinnen würde, würde er einen Gott-ähnlichen Status erreichen, welcher sich positiv auf das Spiel Poker auswirken würde.

#3: Joe Cada (6.8%)

Der 21-jährige Joe Cada könnte ein großartiger Botschafter für Poker werden. Gewinnt er so würde er zum jüngsten Main Event Gewinner aller Zeiten werden. Allgemein ist der Gedanke nicht so gut, dass ein junger Kerl das Main Event gewinnt, aber im Falle Joe Cadas könnte das anders sein. Es scheint so, als würde er immer ein Lächeln auf dem Gesicht tragen, was ihn sehr sympathisch wirken lässt. Dazu hat er noch sehr viel Charisma. In einem Interview erzählte er uns, dass für ihn nur ein Sieg in Frage kommt - alles andere wäre eine Enttäuschung. Mit nur 6,8% der Chips im Spiel würden die meisten Spieler nicht so optimistisch denken, aber für Joe Cada kommt sonst nichts in Frage. Cada ist wie Peter Eastgate, nur mit mehr Persönlichkeit.

#4: Jeff Shulman (10%)

Shulman, Präsident des Card Player Magazine, ist sowas wie der Median, wenn es darum geht wie gut oder schlecht sein Sieg für Poker wäre. Er ist der einzige Spieler neben Ivey, der bereits vor dem Turnier etwas an Bekanntheit genoss. Shulman ist zwar ziemlich gut, wenn es um seinen Auftritt auf Papier geht, aber im TV sieht er nicht so gut aus. 2000 schaffte er es schon einmal an den Finaltisch und belegte den siebten Platz.

Aus zwei Gründen würde sich Shulmans Sieg positiv auf Poker auswirken. Erstens hat sein Vater Barry Shulman das WSOP Europe Main Event letzten Monat gewonnen. Wenn Vater und Sohn die zwei regierenden WSOP Champions sind, lässt sich daraus eine sehr gute Story stricken. Zweitens hat Shulman die Dienste von Phil Hellmuth in Anspruch genommen. Unabhängig davon ob man Hellmuth mag oder nicht, er ist großartig für Poker. Er hat alles was Shulman nicht hat: einen aufdringlichen Charakter der die Leute zum jubeln oder toben bringt. Als Shulmans Coach wird er sicherlich während der WSOP die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

#5: James Akenhead (3.5%)

Der nette Britte hat ein paar Dinge die für ihn sprechen, wenn man sich Akenhead als den nächsten World Champion vorstellt. Erstens ist e Britte. Es gab noch nie einen britischen World Champion. Sein Sieg würde die Engländer zum jubeln bringen. Um so mehr Aufmerksamkeit Poker in den Medien bekommt desto besser. Er kommt als Shortstack an den Tisch, weshalb ihm die meisten keine gute Chancen geben. Aber wenn er es schaffen würde aus seinen 3,5% Chips 100% zu machen, dann wäre das eine ziemliche coole Story.

#6: Steven Begleiter (15.3%)

Der ehemalige Bear Stearns Executive wirkt nicht gerade sehr liebenswürdig, aber wenigstens hat er eine Wirkung. Als ESPN über die November Nine Finalisten berichtete kam er etwas unfreundlich rüber. Er feiert seine Siege, wenn er einen Pott gewinnt und Spieler rauskickt und seine Fans feiern ihn. Dazu kommt noch, dass er am Zusammenfall von Bear Stearns so gut wie direkt mitbeiteiligt war. Viele haben dadurch ihre Ersparnisse verloren. Begleiter übernimmt damit die Rolle des Bösewichts am Finaltisch.

#7: Antoine Saout (4.9%)

Das einzig gute an Saout ist, dass er Franzose ist. Dies ist die World Series of Poker. Es wäre also nicht schlecht, wenn Spieler aus verschiedenen Nationen das Main Event gewinnen würde. Auch in Frankreich könnte dadurch ein kleiner Hype entstehen. Ansonsten wäre ein Sieg von Saout relativ unspektakulär. Peter Eastgate war zumindest sehr jung und spielte sehr gut Poker. Saout weder sehr jung, noch spielt er besonders gut Poker.

#8: Kevin Schaffel (6.4%)

Zu dem Zeitpunkt als der Artikel verfasst wurde hat ESPN bereits alle Episoden ausgestrahlt, bis auf die letzte, in der die letzten 18 Spieler runter auf 9 Spieler spielen. Bisher hat man Schaffel noch nicht in einer Episode entdeckt. Wieso? Weil er langweilig ist. Er ist mit 51 Jahren der älteste Finalist am Tisch. Seine Geschichte ist langweilig: Frau, Kinder, Amateurspieler der es mal probieren wollte. Langweilig! Das einzige was an seinem Sieg gut sein könnte ist, dass er vielleicht ein guter Botschafter für das Spiel sein könnte.

#9: Eric Buchman (17.9%)

Eric Buchmans Sieg wäre wahrscheinlich das schlechteste Ende für Poker. Er hat die zweitmeisten Chips und viele Leute, inklusive dem Autor, sind der Meinung, dass er eine sehr gute Chance hat zu gewinnen. Grund: er hat genügend Chips und genügend Erfahrung, um zu gewinnen. Er hat bereits über $1.000.000 in Turnieren gewonnen. Sein Problem ist, dass es nichts an ihm gibt, was man besonders mögen müsste. Er sieht nicht besonders gut aus und drückt sich auch nicht besonders gut aus. Er ist nicht alt und nicht jung. Er ist ein normaler 30-jähriger Pokerspieler dessen Sieg alle nur daran erinnern würde, dass in diesem Jahr Phill Ivey am Finaltisch saß, aber es würde nicht das Jahr werden, in dem Buchman gewann.

The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org



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