weekly-shuffle

Past Articles:

2012 WSOP Turnierplan analysiert
2012-02-05

10 Gründe wieso Online-Poker cool ist
2012-01-29

Verschiedene Gedanken: Wahnsinns Edition
2012-01-22

Poker-Exil Hot Spots für Amerikaner
2012-01-15

Interview: Faraz Jaka
2012-01-08

Pokerwelt Prognosen für 2012
2012-01-01

Ein Fall gegen Poker Heads-up Displays
2011-12-25

Weihnachtswuschliste für Poker
2011-12-18

Verschiedene Gedanken: F#§% dich, Sheldon Adelson Edition
2011-12-11

Interview: Kristen Bicknell
2011-12-04

The Weekly Shuffle Archives, 2005-2012


Andere sprachen:


Neues von Mike McDonald

THE WEEKLY SHUFFLE, 2010-02-07, von Ozone

Es liegt mittlerweile ein Jahr hinter uns, seit dem letzten Interview mit Mike McDonald, dem kanadischen Wunderkind, der mittlerweile $2,5 Millionen in Turnieren gewonnen hat und immer noch nicht in Amerika legal spielen darf. Mike hatte bisher einen großartigen Start ins Jahr 2010. Zurzeit ist er die Nummer 3 der Card Player Magazine Player of the Year Rangliste. Wir haben uns mit ihm zusammen gesetzt, um zu erfahren, wie es ihm ergangen ist, seitdem wir das letzte Mal gesprochen haben.

PokerTips.org: Seitdem wir das letzte Mal geredet haben scheint es Poker immer noch gut mit dir zu meinen. Du hattest einen großartigen Start ins Jahr 2010 mit einem Chop bei einem der $1.500 Events der PokerStars Caribbean Adventures für $147.000 und einem dritten Platz bei der EPT Deauville für €295.000. Lass uns als erstes über das PCA Event reden. Was waren deine Erfahrungen bei diesem Event und wieso hast du mit Jeffrey Forrest gechoppt?

McDonald: Beinahe hätte ich überhaupt nicht daran teilgenommen. Ich hatte es zu Tag 2 des $1k Buy-in Turniers geschafft und wurde 19ter gegen 14:10 Uhr. Ich fragte dann nach, ob ich mich noch für das $1,5k Turnier registrieren könnte, aber sie sagten, dass der Kerl vor mir der letzte sei. Ich konnte sie aber dann schließlich doch noch dazu überreden mich registrieren zu lassen, so wie zwei oder drei andere auch, und somit war ich dann doch nicht "der Letzte" bei der Anmeldung (aber fast).

Das Turnier begann etwas langsam und eine Zeit lang hatte ich wenige Chips. Als wir uns der Bubble näherten lief es dann so langsam immer besser (inklusive einem Knock-out bei einem, der halb so viele Chips hatte wie ich, mit A2s vs. AA), gewann viele Pots und endete den ersten Tag mit einer durchschnittlichen Menge an Chips und 30 übrig gebliebenen Personen im Turnier. Am nächsten Tag lief es von Anfang an gut. Ich konnte viele Blinds gewinnen und gewann ein paar All-ins, um es so zum Finaltisch als Nummer 3 von 9 zu schaffen. Es lief dann nicht so gut und irgend war ich dann Nummer 5 von 5. Ich konnte dann verdoppeln mit 44 gegen AJ und schmiss einen Spieler mit A7s vs. QJ raus. Danach noch einen mit AK vs. A7 und dann noch einen mit A9 gegen 66, um schließlich heads-up zu spielen und den Chiplead zu haben. Jeff ist ein 2+2er, wir haben einen Haufen gleicher Freunde und er spielte sehr gut. Er schlug Chopping vor und ich dachte mir, dass Chipchopping bei einem 3,5 zu 1 Chiplead viel einfacher zu ertragen sei als zu verlieren.

PokerTips.org: Nicht einmal zwei Wochen danach ging es für dich nach Deauville zu der EPT, wo du den dritten Platz belegtest bei einer Turnierteilnehmerzahl von 768. Sag uns wie nahe du dran warst der erste zweifache EPT Champion zu werden.

McDonald: Ich war ziemlich nahe dran. 4- oder 5-handed spielten hatte ich noch 10 Millionen Chips und es waren 23 Millionen im Spiel. Am Ende verdoppelte ich den Gewinner mit JJ.

PokerTips.org: Du warst nicht der einzige bekannte Name im Turnier, der es tief ins Turnier geschafft hat. Peter Eastgate (8er) und Bertrand 'Elky' Grospellier (9er) schafften es auch sehr weit. War die Konkurrenz sehr soft oder denkst du, dass die bekannteren Spieler einfach einen besseren Lauf hatten? Wie war dieser Finaltisch im Vergleich zu den anderen Finaltischen in Bezug auf Toughness?

McDonald: Von beidem ein bisschen. Nick Levi hat es gut zusammengefasst: "wenn ich nächstes Jahr hier nicht mitspiele, dann bin ich entweder im Krankenhaus oder Tod." Eine große Anzahl an guten Spielern hat es dieses Mal weit ins Turnier hinein geschafft.
Aber die letzten paar Tische bis zum Finaltisch waren dann härter (bis hinzu den härtesten die ich gespielt habe), aber die ersten Tische waren mit die softesten Tische an denen ich je gespielt habe.

PokerTips.org: Als du es dann weiter und weiter ins EPT Deauville Turnier geschafft hast, wie oft hast du dann daran gedacht der erste zweifache EPT Champion zu sein?

McDonald: Überraschender Weise habe ich nicht sehr oft daran gedacht. Als erstes habe ich daran gedacht den ersten Platz zu machen, das Geld zu gewinnen und dann den Titel.

PokerTips.org: Seit unserem letzten Gespräch bist du ein sponsored Red Pro bei Full Tilt Poker geworden. Herzlichen Glückwunsch! Wie ist es ein Red Pro zu sein?

McDonald: Ich arbeite sehr gerne mit Full Tilt. Jeder im Unternehmen ist super nett und super cool und es ist toll zu beobachten, wie sie sich ständig erweitern und neue Dinge ausprobieren wie Cashouts oder Rush Poker.

PokerTips.org: Mir ist aufgefallen, dass du ziemlich abgefahrene T-Shirts bei den Tournament Circuits trägst. Wo bekomm ich dir her?

McDonald: Aktuell arbeite ich mit einer kanadischen Kleindungsmarke zusammen, genannt Showdown Couture. Das ist nicht unbedingt was für jeden, aber es lohnt sich mal deren Website shodowncouture.com anzuschauen. In ein paar Monaten wird es auch ein paar Timex Shirts geben.

PokerTips.org: Es ist jetzt ungefähr zwei Jahre her, dass du das EPT German Open Turnier und somit $1,37 Millionen gewonnen hast. Hast du das Gefühl, dass du dich seit dem als Spieler weiterentwickelt hast? Wenn ja, kannst du uns erzählen in welcher Hinsicht du dich verbessert hast?

McDonald: Ich denke ich habe mich dahin gehend verbessert, dass ich meine Gegner jetzt besser verstehe. Ich habe nicht verstanden, wie unterschiedliche Spieler unterschiedlich auf mich reagieren und habe ungefähr gleich gespielt, egal ob online oder offline. Ich denke ich bin heute ein sehr viel besserer Spieler, wenn es darum geht den Gegner zu verstehen, deren Image zu kennen und den allgemeinen Flow des Spiels zu spüren, als ich es noch vor zwei Jahren war. Ich kann immer noch eine Frage im Forum genauso gut beantworten wie früher, aber heute verstehe ich die spezifischen Situationen viel besser und weiß, wie ich sie unterscheiden muss.

PokerTips.org: Du spielst jetzt schon seit ein paar Jahren EPT Events. Wie hat sich allgemein betrachtet über die Jahre die Konkurrenz verändert? Sind die Turniere immer noch so soft, wie sie es vielleicht vor ein paar Jahren waren, als du anfingst zu spielen?

McDonald: Die Turniere sind signifikant härter geworden, aber mit der neuen Turnierstruktur, denke ich, dass der ROI dieses Jahr genauso gut sein kann.

PokerTips.org: Du bist noch nicht einmal alt genug, um in den USA live Poker zu spielen und deine live Turnierresultate sind besser, als die meisten sich überhaupt trauen davon zu träumen. Fühlst du, dass das einen besonderen Druck auf dich ausübt, sobald du beginnst in den USA Poker spielen zu dürfen?

McDonald: Kein bisschen. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht bekannt genug bin, als das die Leute ihre Aufmerksamkeit auf mich richten würden. Natürlich kennen mich einen Haufen Spieler, aber die wissen alle auch wie groß die Varianz in Turnierpoker ist. Ich denke, dass die Leute, die von mir erwarten, dass ich einfach in den USA gewinnen werde, zu beschäftigt damit sind zu diskutieren wer besser ist - Phil Helmuth oder Phil Ivey - als meinen Namen zu kennen.

PokerTips.org: Letzte Frage: wenn du drei Fähigkeiten von drei verschiedenen Pokerspielern die aneignen könntest, welche wären das?

McDonald: Ricky "TT_fold" Fohrenbachs Tischpräsents, Mickey "mement_mori" Petersens Motivation und Patrik Antonius Aussehen.

The Weekly Shuffle ist unsere Sonntagskolumne mit Beobachtungen und Kommentaren zur Pokerwelt. Habt ihr eine Idee für einen neuen Artikel? Email suggestions@pokertips.org
 


PokerTips Newsletter Anmeldung
Name:
Email: